
Maria Lassnig
Über die Ausstellung
Maria Lassnig (1919–2014) gehört zu den wichtigsten Künstler*innen der internationalen Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Prägend für ihre künstlerische Entwicklung waren die zwei Jahrzehnte, welche die Österreicherin außerhalb ihres Heimatlandes verbrachte. Acht Jahre lebte sie in Paris, bevor sie 1968 nach New York weiterzog und 1978 schließlich im Rahmen eines DAAD-Stipendiums nach West-Berlin kam.
Die Berlinische Galerie widmet Maria Lassnig im Herbst 2027 eine umfassende Ausstellung, die ihr Leben und Werk erstmals genauer im Kontext der drei Metropolen Paris, New York und Berlin betrachtet. Ihrem charakteristischen Konzept der Body Awareness, mit dem sie Empfindungen und Sinneseindrücke in Bilder übersetzte, blieb sie an allen Stationen verbunden. Zugleich nahm sie regen Anteil an aktuellen künstlerischen Diskursen und entwickelte ihre Kunst kontinuierlich weiter. Während in Paris mit den sogenannten Strichbildern ihre ersten großformatigen Körperbewusstseins-Bilder entstanden, erarbeitete sie sich in New York mit dem (Animations-) Film ein gänzlich neues Medium. In Berlin widmete Lassnig sich im Austausch mit dem Schriftsteller Oswald Wiener intensiven Wahrnehmungsstudien.
Die Ausstellung wird in enger Zusammenarbeit mit der Maria Lassnig Stiftung und dem Musée d’Art Moderne de Paris entwickelt. Zu sehen sind großformatige Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und (Animations-)Filme aus internationalen Sammlungen.



