Matej Krén: Passage

Von Mira Keratová

Dauerausstellung

Das Projekt selbst ist eine metaphorische Synthese mehrerer formal-semantischer Elemente: des Eingangs, des Gehwegs, der „endlosen Wände“ aus Büchern, Spiegeln, Licht, des Ausgangs und sogar der physischen Präsenz der Betrachter. Hier verwandeln sich die Betrachter von bloß „passiven“ Beobachtern in Akteure, die die symbolische und bedeutungsvolle Dimension des Kunstwerks mitgestalten. Ihre physische Präsenz wird zu einem Bild – „ein Bild von Fußgängern“, die durch die Passage gehen, und gleichzeitig „ein Bild von Pilgern“, die auf einem schmalen Pfad durch den „endlosen“ Raum wandern. Diese metaphorischen Transformationen offenbaren für einen Moment die Möglichkeit eines Einblicks in dieses verborgene, immaterielle, aber ständig allgegenwärtige „Weltgeschehen“.

Trotz ihrer im Wesentlichen diskreten Präsenz wird die Passage sowohl zu einem Hindernis als auch gleichzeitig zur einzigen Möglichkeit der Bewegung im Raum der Galerie oder der Welt, wodurch ein weiterer Aspekt dieses „Geschehens“ widergespiegelt wird – das Fehlen anderer Alternativen...

Matej Krén

Bratislava City Gallery
Quelle: www.gmb.sk/en/detail/matej-kren-passage