Ein Unrecht wiedergutmachen: Die Geschichte der Sammlung Stefan Heller

19. Juni – 13. Sept., 2026

Die Ausstellung präsentiert eine außergewöhnliche Sammlung von Kunstwerken aus der Sammlung des mährischen Unternehmers Stefan Heller, die während des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmt wurde. Nach Jahrzehnten in staatlichen Sammlungen konnte dank der Zusammenarbeit mit dem Zentrum für die Dokumentation von Eigentumsübertragungen von Kulturgütern der Opfer des Zweiten Weltkriegs ihre Herkunft bestätigt und der Restitutionsprozess erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Ausstellung ist gleichzeitig ein Zeugnis des erfolgreichen Dialogs zwischen der Galerie und den Erben der ursprünglichen Eigentümer. Dank der finanziellen Unterstützung des Kulturministeriums der Tschechischen Republik konnte die Moravská galerie drei Schlüsselwerke wieder für ihre Sammlungen erwerben, während die Familie Heller großzügig ein viertes Gemälde der Institution spendete. Diese Werke bleiben somit in Brno als dauerhafte Erinnerung an das kulturelle Erbe der Familie Heller und als Symbol für die gerechte Wiedergutmachung historischer Ungerechtigkeiten.

Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für die Dokumentation von Eigentumsübertragungen von Kulturgütern der Opfer des Zweiten Weltkriegs und dem New York State Department of Financial Services Holocaust Claims Processing Office und ist Teil des Programms des Brünner Festivals ŠTETL FEST.

Die Geschichte der Familie Heller ist eng mit der Geschichte ihrer Fabrik und ihren unternehmerischen Aktivitäten verbunden, die die Region maßgeblich prägten. Zuerst können Sie sich mit der Geschichte der Fabrik und ihrer Entstehung (hier) vertraut machen und anschließend mit den Lebensläufen ihrer Eigentümer, Richard und Adela Heller (hier). Das nächste Kapitel verfolgt die Lebensgeschichten ihrer Kinder (hier), einschließlich des Sohnes, der nach seinen Eltern die Leitung des Familienunternehmens übernahm und dessen Entwicklung fortsetzte (hier). Der Bericht enthält auch einen Blick auf die dramatische Zeit des Zweiten Weltkriegs, die das Leben jüdischer Unternehmer und der gesamten Familie Heller tiefgreifend beeinflusste (hier). Nachkriegsereignisse warfen Fragen nach dem Schicksal der Kunstsammlung der Familie und der Einrichtung ihrer Villa auf; die weitere Geschichte dieser Gegenstände wird hier (hier) beschrieben. Ein separates Kapitel widmet sich auch Karl Juratsch, der zu einer bestimmten Zeit die Interessen der Familie und des Unternehmens vertrat (hier).

Moravian Gallery in Brno