
M.C. Escher
Über die Ausstellung
Die Bilder von M.C. Escher (1898–1972) gehören zu jenen, die sich tief in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben haben. Mit seinen unmöglichen Architekturen und präzise konstruierten Paradoxien erlangte er bereits ab den 1950er Jahren internationale Bekanntheit und erreichte ein Publikum weit über die Grenzen der Kunst hinaus. Schon zu Lebzeiten wurde sein Werk in wissenschaftlichen, mathematischen und alltagskulturellen Kontexten sehr geschätzt, während seine kunstgeschichtliche Einordnung auch nach seinem Tod ambivalent blieb. Gerade jene Eigenschaften, die seine Arbeiten für ein breites Publikum so faszinierend und zugänglich machen, wurden im kunsthistorischen Diskurs nicht gleichermaßen gewürdigt. Bis heute nimmt Escher deshalb eine besondere Stellung ein: berühmt, vielfach rezipiert und doch nicht mit derselben Anerkennung versehen wie andere erfolgreiche Künstler und Künstlerinnen seiner Zeit.
Die Ausstellung „M.C. Escher und die Faszination des Sehens“ präsentiert sein Werk erstmals gemeinsam mit anderen künstlerischen Positionen und macht deutlich, dass der Künstler eine wichtige Stimme im Kanon der Kunst des 20. Jahrhunderts ist. Ausgehend von mehr als 40 Escher-Arbeiten gliedert sich die Schau in thematische Kapitel. Zu sehen sind Arbeiten von Bridget Riley, Gerhard Richter, Jeppe Hein und Tim Noble & Sue Webster. Ihre Gemälde, Skulpturen und Grafiken beleuchten Facetten des Sehens, die in Eschers Œuvre angelegt sind. Dabei wird deutlich, wie Wahrnehmung gelenkt und verunsichert werden kann. Ergänzt wird die Ausstellung durch ortsspezifische Installationen wie einen von Christoph Niemann eigens für die Präsentation entworfenen Raum und eine Bodeninstallation der Künstlerin Marina Apollonio. Die Ausstellung wird von drei der bedeutendsten Escher-Sammlungen in Europa unterstützt: dem Kunstmuseum Den Haag, dem Kunstmuseum Arnheim und dem Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam. Hinzu kommen zahlreiche weitere nationale und internationale Leihgaben.
Kuratorin: Sophie Bubmann


