Die Ausstellung wurde anlässlich des 130. Geburtstags des Generals vorbereitet (er kam am 20. März 1895 in Krakau zur Welt). Sie zeichnet seinen gesamten Lebensweg nach und stellt ihn in zwei Dimensionen dar: als Mensch und als Soldat.
Im Teil über das Privatleben von Emil Fieldorf ist ein historischer Stadtplan Krakaus aus dem frühen 20. Jahrhundert zu sehen, auf dem 13 mit dem Helden verbundene Orte markiert sind. Darunter befinden sich unter anderem die Nikolauskirche, in der Emil getauft wurde, drei Schulen, die er besuchte, sowie das Grab seiner Mutter auf dem Friedhof Rakowicki. Daneben sind aktuelle Fotografien dieser Orte ausgestellt.
In der Vitrine werden persönliche Gegenstände des Gen. „Nil“ gezeigt, die Familienmitglieder dem Heimatarmee-Museum übergeben haben, darunter ein Schachspiel, ein Hocker, eine Kaffeemühle, ein Rosenkranz und ein Kreuz, das er 1940 aus Jerusalem mitbrachte, sowie Fotografien, Briefe an und von seiner Ehefrau und die Hefte seiner Tochter.
In diesem Teil der Ausstellung kann man eine zehnminütige Aufnahme mit Erinnerungen der Ehefrau des Generals, Janina, anhören. In dem in den 1970er Jahren aufgezeichneten Bericht erzählt Janina Fieldorf von ihm als Ehemann und Vater.
Der zweite Teil der Ausstellung ist der militärischen Laufbahn des Gen. Emil Fieldorf gewidmet. Ganz am Anfang wird der Kampfweg des Generals aus den Jahren 1914–1921 gezeigt. Von mehr als 30 Schlachten und Gefechten, an denen er teilnahm, wurden die wichtigsten ausgewählt (darunter Brzegi, Czarkowy, Wilna, Dünaburg, Schytomyr und Kiew). Die markierten Kampfplätze werden von den Auszeichnungen begleitet, die der junge Fieldorf für die dort bewiesene Tapferkeit erhielt: vier Tapferkeitskreuze und das Silberne Kreuz des Virtuti Militari. Daneben sind selten gezeigte Fotografien Fieldorfs aus der Legionszeit zu sehen.
Der zweite Weg zeichnet den Weg des Oberst Emil Fieldorf als Abgesandter der Regierung und des Oberbefehlshabers von London in die Heimat im Sommer 1940 nach. So betritt der Besucher den Ausstellungsraum, der mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden ist. Dort ist ein Ausschnitt aus dem Spielfilm „Generał Nil“ unter der Regie von Ryszard Bugajski zu sehen, mit der bezeichnenden Szene, in der Fieldorf den Befehl zur Tötung des deutschen Generals Franz Kutschera gibt. Die Liquidierung dieses NS-Funktionärs war die berühmteste Aktion des von „Nil“ geführten Kedyw (Leitung der Diversion).
Auf drei elektronischen Bildschirmen können sich die Besucher über die Rolle informieren, die Fieldorf im Untergrund spielte: als hoher Offizier des Oberkommandos der Heimatarmee, als Leiter der Diversionsleitung und als Gründer der Untergrundorganisation „NIE“. Berücksichtigt wird auch Fieldorfs erste Verhaftung durch die Sowjets im Jahr 1945 und sein fast dreijähriger Aufenthalt in den Lagern.
Der letzte Teil der Ausstellung ist dem Schicksal des Generals in der kommunistischen Wirklichkeit der Jahre 1945–1953 gewidmet, vor allem seiner Verhaftung durch den Sicherheitsdienst UB, dem Prozess und dem Todesurteil.
Das leitende Motiv der Ausstellung sind Zitate von Historikern, Familienmitgliedern, Vorgesetzten und von „Nil“ selbst, die an verschiedenen Stellen der Ausstellung zu sehen sind. Die Gestaltung stammt von Sylwia Siudak-Bielecka.
Gen. Emil Fieldorf, Deckname „Nil“ (1895–1953), war Legionär, Offizier der polnischen Armee sowie Teilnehmer des Polnisch-Sowjetischen Krieges und des Septemberfeldzugs. Während der Besatzung befehligte er den Kedyw, später war er stellvertretender Oberbefehlshaber der Heimatarmee und schuf die Untergrundorganisation „NIE“. Von den kommunistischen Behörden 1950 verhaftet, wurde er zum Tode verurteilt und drei Jahre später hingerichtet. Er war der ranghöchste Kommandeur der Heimatarmee, der nach dem Krieg von den Kommunisten ermordet wurde. Seit 2001 trägt das Krakauer Museum der Heimatarmee seinen Namen.
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General „Nil“
25. März 2025 – 31. Dez. 2027





