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Tadeusz Pankiewiczs Apotheke im Krakauer Ghetto

Tadeusz Pankiewiczs Apotheke im Krakauer Ghetto

Von Monika Bednarek

Dauerausstellung

Über die Ausstellung

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Beschreibung der Ausstellung

Die Dauerausstellung in der Adler-Apotheke befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Ghettos und erinnert an den Holocaust an den Krakauer Juden sowie an die Gestalt von Tadeusz Pankiewicz, einem Gerechten unter den Völkern.

Die Grundlage des Ausstellungskonzepts bilden die Erinnerungen von Tadeusz Pankiewicz, dem Besitzer der Apotheke und Zeugen der Ereignisse, die kurz nach dem Krieg im Buch „Die Apotheke im Krakauer Ghetto“ erstmals veröffentlicht wurden. Die Ausstellung nimmt alle Räume der ehemaligen Apotheke ein. Die ursprünglichen praktischen Funktionen der einzelnen Räume bilden die Grundlage für die Auseinandersetzung mit Themen aus der Geschichte des Ghettos, mit der Gestalt von Tadeusz Pankiewicz und seinen Mitarbeiterinnen, Irena Droździkowska, Aurelia Danek-Czortowa und Helena Krywaniuk.

Im Kundenraum erfahren Sie etwas über die Geschichte des Ortes und seiner Menschen; im Rezepturraum entdecken Sie verschiedene Rezepte zum Überleben im Ghetto; im Bereitschaftsraum begegnen Sie Tadeusz Pankiewicz, Zeuge und Chronist des Holocaust; im Lagerraum erleben Sie die Atmosphäre der Apotheke als Treffpunkt und Zufluchtsort für die Bewohner des Ghettos. Im Labor schließlich setzen Sie sich mit der Nachkriegsgeschichte von Erinnerung und Vergessen der Krakauer Juden auseinander.

Das Personal der Apotheke war Zeuge der Zerstörung der jahrhundertealten Geschichte der Krakauer Juden durch die Besatzer zwischen 1941 und 1943. Pankiewicz und seinen Mitarbeiterinnen ist es zu verdanken, dass sie nicht gleichgültig gegenüber menschlichem Leid blieben, Bedürftigen halfen und nach dem Krieg über die tragischen Ereignisse im Krakauer Ghetto Zeugnis ablegten.

Die Ausstellung Tadeusz Pankiewiczs Apotheke im Krakauer Ghetto besteht aus sechs Teilen, die in den Räumen der ehemaligen Apotheke präsentiert werden. Leider wurde nach der Liquidierung der Apotheke in den 1960er Jahren auch ihre Einrichtung zerstört. Die Möbel, Apothekengeräte und Utensilien, die sich heute im Museum befinden, wurden auf der Grundlage erhaltener Dokumente und Zeugenberichte rekonstruiert. Die Ausstellungsmacher haben versucht, den Charakter der Einrichtung der Adler-Apotheke so genau wie möglich wiederzugeben. Neben den Rekonstruktionen sehen Sie originale Gegenstände aus jener Zeit sowie einige Objekte aus der ehemaligen Pankiewicz-Apotheke, die gefunden wurden. Ergänzt wird die Ausstellung durch Filme, multimediale Präsentationen, Fotos und Dokumente zur Geschichte der Apotheke sowie zur Geschichte des Ghettos und des Holocaust an den Krakauer Juden. Die Autoren stützten sich auf Tadeusz Pankiewiczs Erinnerungen „Die Apotheke im Krakauer Ghetto“, auf Berichte von Holocaust-Überlebenden aus den Archiven des Emanuel Ringelblum Jüdischen Historischen Instituts in Warschau und des Yad Vashem Instituts in Jerusalem sowie auf weitere Erinnerungen, Tagebücher und Zeugnisse jener Zeit und auf Ton- und Videoaufzeichnungen.

Der Schlüssel zur Entdeckung der Ausstellung ist die Apotheke mit dem rekonstruierten Innenraum. Der Ort, die Möbel und die Apothekengeräte sind Informationsträger, über die der Besucher zu der in ihnen verborgenen Geschichte gelangen kann. So wie die wichtigsten Tätigkeiten der Apotheke während des Krieges im Geheimen stattfanden, muss der Besucher heute selbst die Arbeit leisten, die richtigen Inhalte zu finden. In den Schubladen der Apothekenmöbel befindet sich der informative Teil der Ausstellung: Exponate, Fotos und Dokumente. Es ist die Aufgabe des Betrachters, sie zu finden und mit seinem Wissen und seiner Erinnerung an jene Zeit zusammenzusetzen.

Die neue Ausstellung in der Adler-Apotheke dient zugleich als Forschungs-, Publikations- und Bildungsprogramm des Museums. Im Rahmen dieses Programms wurden ein Comic über die Geschichte der Apotheke, eine Biografie von Tadeusz Pankiewicz und eine Geschichte der Medizin im Ghetto veröffentlicht.

Schließlich ist die Adler-Apotheke ein sehr wichtiger Bestandteil des Museumspfads „Erinnerungsweg 1939–1956“, den jährlich mehrere hunderttausend Menschen aus aller Welt besuchen. Das in der Apotheke umgesetzte Projekt schließt den Prozess der Schaffung und Wiederbelebung von Museumsausstellungen im…

— Museum of Krakow

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