Für Marcela Vichrová ist die farbige Linie das grundlegende und dominierende Element eines Bildes. Sie ist nicht bloß eine Schnittstelle von Flächen oder eine Umrisslinie, sondern besitzt Mächtigkeit, Spannung und fast haptische Qualitäten. Im Wechsel heller Farben wiederholen und kehren ihre Kurven zurück, eine folgt der anderen. Die entstehenden Strukturen erinnern an Stickereien, Quarzhügel in Achat, grafische Matrizen oder Landkarten. Jede Spur ist „eigenständig“, und selbst wenn sie leicht abweicht, verliert sie nicht die feste Bindung zum Ganzen, das im Ergebnis oft eher einer unverwechselbaren Zeichenvariante gleicht als der tatsächlichen Form eines Tieres, Menschen oder Gegenstands.

Marcela Vichrová – Ich ging zum Metzger
Von Vanda Skálová
1. März – 31. Mai, 2026





