Archive adressieren die Zukunft. Ihre Faszination als Wissensspeicher und kollektives Gedächtnis ist ungebrochen. Archive beanspruchen Deutungsmacht und sind zugleich Zeugnisse dessen, was nicht gesagt wird. Denn Fragen der Darstellung und der Erinnerung sind stets auch Fragen gesellschaftlicher Machtverhältnisse.
17 Künstler*innen aus fünf Kontinenten entwickeln in ihren ausgestellten Werken eigene historische wie biografische Modelle der Selbstermächtigung und Erinnerung. Dabei brechen sie von Archiven formierte Regelsysteme durch subversive Impulse oder poetische Eingriffe auf, identifizieren missing links und unterlaufen mit ihren Interventionen die offizielle Lesart hegemonialer Narrative.
Die Ausstellung befragt die Auseinandersetzung mit archivischen Strategien und Arbeitsweisen in der Gegenwartskunst. Dreidimensionale, skulpturale Objekte unterschiedlicher Materialität entfalten ihr archivalisches Potential und treten in Dialog mit Videoprojektionen, fotografischen Positionen, Zeichnung und Performancekunst.
Symposium zur Ausstellung – PASSING TO THE FUTURE 12.9.26, 13 Uhr | Auditorium HDK | Eintritt frei
Künstler*innen: Zanny Begg & Oliver Ressler | Hsiao-Shu Chen | Anna Maria Eichlinger | Nicole Frenzel | Friederike & Uwe | Nausikaa Hacker | Regina Hellwig-Schmid | Sanja Iveković | Atelier Jacobi | Béla Juttner | Zanele Muholi | Paula Pongratz | Walter Seidl | Joachim Seinfeld | Katrin Winkler
Kuratiert von Petra Gerschner
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Künstlerverbunds. Der Eintritt zur Ausstellung kostet 7 € regulär | 2/5 € ermäßigt. Tickets sind an der Kasse im Haus der Kunst erhältlich.
Förder*innen:
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Landeshauptstadt München Kulturreferat Bezirk Oberbayern Stiftung Stark für Gegenwartskunst Stiftung Straßenkunst Stadtsparkasse München Margarete Ammon Stiftung George Washington Gedenkstiftung
Leihgeber*innen:
Museum Brandhorst München – Eva Felten Fotosammlung | Kontakt Sammlung, Wien / Kontakt Collection, Vienna | ZI Zentralinstitut für Kunstgeschichte

MEMORY GAP. Der Künstler*innenverbund zu Gast im Haus der Kunst
Endet in 18 Tagen





