Der Dialog beginnt nicht erst, wenn jemand spricht. Er entsteht bereits dadurch, wie wir uns verhalten, was wir verschweigen, wem wir zustimmen und was wir uns in der Zwischenzeit selbst zuflüstern. In diesen Bildern treffen sich Spieler, Anzugträger, Masken und Momente an einem Tisch, und plötzlich wird klar, dass zwischen zwei Menschen nicht nur Distanz, sondern ein ganzes kleines inneres Theater besteht. Denn Menschen reden ständig miteinander: mit den Augen, den Schultern, der Stille und einem Ausdruck, der manchmal mehr verrät, als beabsichtigt war. Und oft findet das lebhafteste Gespräch nicht mit dem anderen statt, sondern im Inneren, zwischen „Ja“, „Nein“ und dem, was irgendwo dazwischen liegt. Der Dialog ist manchmal ein Treffen, manchmal ein Kampf und manchmal nur ein sehr höfliches Tauziehen darum, wer zuerst nachgibt. Dann genügt ein einziger Blick, und es ist mehr als genug gesagt.

Jitka Píšová: Bilder des Dialogs
Endet in 3 Tagen





