MICHAL KALHOUS

MICHAL KALHOUS

16. Sept. – 31. Okt., 2026

Knödel, Schnaps, Tischtuch. Ein verbranntes Rechteck auf dem Rasen, ein leerer Pappteller oder eine Wurst an einer Schnur. Große graue Vergrößerungen und Humor, trocken wie eine Augustwiese. Michal Kalhous spricht seine eigene Sprache. Und das sowohl visuell als auch bedeutungsmäßig, indem er durch das Festhalten der unmittelbaren Umgebung und der gewöhnlichsten Motive mit sprichwörtlicher Übertreibung kleine und große Lebensgeschichten erzählt. Seine ausschließlich schwarz-weißen analogen Fotoserien sind bewusst technologisch nachlässig und bringen Unsicherheit sowie visuelle Ruhe mit sich, was in einer Zeit, die von einer überwältigenden Informationsflut geprägt ist, noch mehr an Wert gewinnt. Mit seinem Werk wird hauptsächlich der spezifische Begriff „tschechische Nicht-Fotografie“ in Verbindung gebracht. Zu den bedeutendsten heimischen Vertretern dieser Richtung gehört neben dem kreativen Duo Lukáš Jasanský – Martin Polák oder Alena Kotzmannová eben auch Michal Kalhous. Michal Kalhous (*1967) ist derzeit Dekan der Kunstfakultät der Universität Ostrava. Er studierte an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Palacký-Universität in Olomouc und schloss sein Doktoratsstudium an der Fakultät für Kunst und Design UJEP in Ústí nad Labem im Fachbereich visuelle Kommunikation ab. Er stellte in renommierten tschechischen Galerien wie PLATO Ostrava oder Fait Gallery in Brünn aus, aber auch im Ausland, z. B. am London College in England.

— Galerie Fotografic
Quelle: fotografic.cz/project/nadchazejici-kalhous