Als František Kriegel im August 1968 die Unterzeichnung des sogenannten Moskauer Protokolls verweigerte, das die militärische Besetzung der Tschechoslowakei durch Truppen des Warschauer Paktes legitimieren sollte, schrieb er sich unwiderruflich in unsere und die europäische Geschichte ein. Kriegel, ausgebildeter Arzt und hauptsächlich als Politiker bekannt, widmete sich auch amateurhaft der Fotografie: Er sammelte ein umfangreiches Archiv, das natürlich seine Sicht auf die erlebten historischen Ereignisse widerspiegelt. Fotografien aus dem Nationalarchiv und weitere Quellen werden zum allerersten Mal ausgestellt. Die Ausstellung besteht aus neun thematischen Teilen.
Die Ausstellung kann in der Abteilung für Bildung und Kultur (Maiselova 15) jeden Wochentag von 12 bis 16 Uhr besucht werden.
Die Kuratoren der Ausstellung sind Carles Brasó-Broggi, Hana Bortlová-Vondráková. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, dem Instituto Cervantes, der Universitat Oberta de Catalunya und der Spanischen Botschaft in Prag statt.

Kriegel-Ausstellung
Von Carles Brasó-Broggi, Hana Bortlová-Vondráková
14. Sept. – 31. Dez., 2026
