Verschwundenes Podskalí und das Leben an der Moldau

Dauerausstellung

Eine Reise ins verschwundene Prag

Willkommen in Podskalí. In dem Viertel der Flößer, Sandhändler, Holzfäller, Eishändler und Zollbeamten, das an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert verschwand. Von der alten Podskalí ist heute nur noch ein unscheinbares Zollhaus übrig (und ein Stück weiter die Kirche der Allerheiligsten Dreifaltigkeit).

Zollhaus in der zollfreien Zone

Zölle wurden hier seit Anfang des 16. Jahrhunderts erhoben. Holz, damals das wichtigste Baumaterial, wurde auf dem Fluss in die Stadt geflößt. Zuerst wurde als Zollzahlung ein Teil des Holzes „abgeschlagen“ – daher heißt es hier bis heute Na Výtoni. Und als man feststellte, dass es besser ist, Geld zu kassieren, als Holz zu schlagen, hatten die Zollbeamten plötzlich eine einfachere Arbeit und wurden zu Beamten. Die Zolleinnahmen flossen damals in die Kasse der Prager Neustadt.

Ins Erdgeschoss des einzigartigen Renaissancegebäudes kehrte eine Kneipe zurück und im ersten Stock haben wir eine Ausstellung für Sie vorbereitet, die das verschwundene alte Podskalí vorstellt, über das wir die erste schriftliche Erwähnung bereits aus dem Jahr 1358 haben! Den Namen Podskalí erhielt das Viertel nach dem nahegelegenen Felsen, auf dem das Kloster Na Slovanech steht. Die Geschichte ist lang und interessant und seit der Erfindung der Fotografie auch gut dokumentiert, sodass es hier viel zu sehen gibt.

Ein Teil der Ausstellung ist auch dem Fluss Moldau selbst gewidmet. Seiner Bedeutung für die Stadt, seinen Veränderungen und den Problemen, die er den Pragern verursachte, wenn er über die Ufer trat. In die Ausstellung kehren auch Modelle von Schiffen und Flößen zurück, sodass Sie sich ein Bild davon machen können, welch eine Plackerei das Holzflößen damals war.

— Museum of Prague