U(h)rknall - mit einer römischen Taschensonnenuhr auf Reisen

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Die Sonderpräsentation Vitrine EXTRA, die in regelmäßigen Abständen in der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums unterschiedliche antike Objekte vorübergehend in der Dauerausstellung präsentiert, rückt in ihrer neunten Ausgabe eine römische Taschensonnenuhr in den Fokus. So erfahren wir, wie die tragbaren Sonnenuhren funktionierten und wie präzise – oder auch nicht! – diese die Zeit anzeigen konnten.

Nichts. Stille. Ewigkeit. Dann – ein Knall. Ein Urknall. Ein Anfang im Raum. Der Beginn der Zeit. Dann – Bewegung, Materie, Sterne, Planeten. Leben. In der Zeit. Denn nichts ist – ohne Zeit.

Zeit strukturiert unser Leben. Seit jeher orientieren sich die Menschen dabei an den natürlichen Zyklen von Sonne und Mond. Auch in der Antike suchte man nach Möglichkeiten, den Lauf der Zeit sichtbar und messbar zu machen. Eine der ältesten Formen der Zeitmessung ist die Sonnenuhr. Während diese ortsfeste technische Errungenschaft überall funktionierte, nutzte sie dem reisenden Römer in einer erstaunlich mobilen Welt nur sehr wenig – es brauchte also etwas Transportables.

Taschensonnenuhren gehören zu den großen Seltenheiten der Archäologie. Weltweit sind heute nur etwa 20 Exemplare bekannt; von vielen existieren nur mehr einzelne Teile. Das Objekt des Kunsthistorischen Museums dürfte das vollständigste bekannte Exemplar sein.

Da der Einfallswinkel des Sonnenlichts je nach Breitengrad variiert, musste die Anzeige an den jeweiligen Aufenthaltsort angepasst werden. Dafür dienten die unterschiedlichen Skalen auf den Bronzescheiben. Auch der jeweilige Monat musste bekannt sein.

Auf eine Reise ins antike Alexandria, Ephesos oder Rom führt Sie ab 20. Oktober unsere große Sonderausstellung Tatort Ephesos. Kleopatra und Rom in der Neuen Hofburg/Weltmuseum Wien.

Standort Kunsthistorisches Museum Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

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Reguläre Öffnungszeiten Di–So, 10–18 Uhr Do, 10–21 Uhr

Öffnungszeiten an den Feiertagen

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Kunsthistorisches Museum Wien