Die Museumssammlung umfasst beeindruckende Bestände an liturgischen Textilien, Goldschmiedekunst, Skulptur, Malerei, Zeichnung und Grafik. Besonders sehenswert sind die Holzschnitte Albrecht Dürers aus den Jahren 1498–1511 („Apokalypse”, „Leben Mariens” und „Passion”.), zu einem Buch zusammengebunden. Das Glanzstück der Sammlung älterer Malerei ist die „Anbetung der Hirten” von 1575 des italienischen Malers Francesco Bassano. Die polnische Malerei ist u. a. vertreten durch Matejko, Rustem, Simmler, Wyspiański, Pankiewicz, Malczewski und Vlastimil Hoffmann. Einen eigenen Platz in der Sammlung nimmt die moderne polnische Malerei ein, insbesondere die unabhängige Kunst der 1980er Jahre, einschließlich der Werke emigrierter Künstler (Józef Czapski, Jan Lebenstein, Adam Kossowski). In der gotischen Skulptur ragen vor allem die hervorragende Schöne Madonna mit Kind aus der Werkstatt Hans Multschers (3. Viertel 15. Jh.) und eine um den Anfang des 15. Jahrhunderts entstandene Christusfigur mit beweglichen Armen heraus, die für die österlichen Passionsriten bestimmt war – eines der wenigen Objekte dieser Art in Polen. Die Skulptur des frühen 20. Jahrhunderts wird durch Antoni Madeyski und Henryk Kuna vertreten, aus der Nachkriegszeit durch Alfons Karny. Unter den liturgischen Gewändern nehmen Ornate aus Kontusch-Gürteln sowie barocke Ornate mit plastischer figürlicher Stickerei einen bedeutenden Platz ein. Nicht übersehen werden darf ein Ornat italienischer Herkunft aus der Stiftung Königin Cecilia Renatas, der Gemahlin Władysławs IV. (1644). In der Goldschmiedesammlung verdienen spätmittelalterliche Turmmonstranzen aus dem frühen 16. Jahrhundert, Strahlenmonstranzen des 18. Jahrhunderts mit figürlichem Dekor und reichem ikonografischem Programm sowie vor allem ein eindrucksvolles Ensemble liturgischer Gefäße (Kelch, Ampullen und Patene), mit Email und Szenen der Passion verziert, das Werk des Augsburger Goldschmieds Michael Maier (um 1700), besondere Beachtung. Das Museum verfügt außerdem über eine reiche Uhrensammlung mit Standuhren aus Londoner sowie niederländischen und Danziger Werkstätten und einer interessanten Gruppe von Kamin- und Kachelofenuhren.
STEFAN KARDINAL WYSZYŃSKI – eine Ausstellung von Erinnerungsstücken an den Primas des Jahrtausends bildet einen Teil der Dauerausstellung. Mehr
Im Rahmen der Dauerausstellung sind 27 Gemälde von Zdzisław Beksiński aus der Sammlung von Anna und Piotr Dmochowski zu sehen. Mehr

Dauerausstellung „Sacrum i profanum”
11. Dez. 2016 – 1. Feb. 2030



