
DER WEG VON LEDER, FASER UND EISEN
Über die Ausstellung
· Original anzeigenDer Weg von Leder, Faser und Eisen. Natürliche Materialien in Menschenhand | Ausstellung
Die Ausstellung präsentiert drei natürliche Materialien und ihre Verwandlung in Menschenhand.
Belege dafür, wie Menschen seit jeher Rohstoffe aus Pflanzen, Tieren und Gesteinen umgewandelt und daraus lebensnotwendige Gegenstände geschaffen haben, liefern archäologische Funde. Bis heute haben sich jedoch im Erdreich nur die langlebigen Materialien (Knochen, Stein, Keramik, Metall) erhalten. Die weniger langlebigen (zum Beispiel Holz, Leder und Pelze, Textilien) sind größtenteils unwiederbringlich verschwunden und dadurch für uns unsichtbar geworden.
Archäologen finden daher nur Bruchstücke der ganzen Geschichte, die oft nur indirekt auf Materialien hinweisen oder lediglich Zeugnis vom Prozess der Herstellung und Umwandlung von Rohstoffen ablegen. Es handelt sich um bloße Indizien für den langen Weg des Menschen durch die Geschichte.
Zum Abschluss kann der Besucher einen Blick in die Werkstätten des Schmieds, des Sattlers und des Webers werfen und entdecken, dass sich die menschliche Arbeit in manchen Fällen über Jahrtausende nur sehr wenig verändert hat. Eine Reihe von Arbeitsweisen und Werkzeugen blieb in nur wenig abgewandelter Form bis ins 19. und frühe 20. Jahrhundert erhalten, als die traditionelle handwerkliche Produktion aus Haushalten und Werkstätten alter Meister verschwand. Das Zeitalter der Maschinen, der Elektrizität und moderner Technologien hat die Arbeitswelt grundlegend verändert und zugleich die einst enge Bindung des Menschen an natürliche Materialien gelöst. Ziel der Ausstellung ist es, an diese Bindung zu erinnern und das Wissen, das aus ihr erwuchs, neu zu würdigen.



