Marc Brandenburg (1965) zählt international zu den wichtigsten Zeichnerinnen der Gegenwart. Sein Werk bewegt sich zwischen Grafik, Collage, Installation, Video und Performance. Im Zentrum stehen detailreiche Bleistiftzeichnungen nach fotografischen Vorlagen, die er auf Streifzügen einfängt oder aus Magazinen, Filmen und Büchern sampelt. Brandenburg reflektiert die Gegensätze des großstädtischen Lebens, thematisiert gesellschaftliche Missstände ebenso wie Exzess und Konsum als Auswirkungen des Spätkapitalismus. Transportiert wird dabei weniger eine Erzählung als eine melancholische und unheilvolle Stimmung, die subtil auf die Krisen unserer Zeit verweist.
Die umfassende Werkschau zeigt rund 150 Zeichnungen sowie Videos, Tattoo-Editionen und Fotos.
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Einige Werke in dieser Ausstellung zeigen Nacktheit und sexuelle Inhalte.
Marc Brandenburg wird 1965 in West-Berlin geboren. Seine frühe Kindheit verbringt er in den USA. 1977 kehrt er in seine Heimatstadt zurück. Punk wird zur prägenden Erfahrung und er findet sich in der kreativen Subkultur West-Berlins wieder. Über die Mode kommt Brandenburg als Autodidakt zur Kunst und stellt ab den 1990er Jahren seine Zeichnungen aus. Es folgen Einzelausstellungen u. a. im Künstlerhaus Bethanien (1993), MMK Frankfurt (2005), Denver Art Museum (2010), Hamburger Kunsthalle (2011), PalaisPopulaire (2021), Städel (2021/2022) u.v.m. Heute lebt und arbeitet Brandenburg in Berlin und Barcelona.

Marc Brandenburg
17. Apr. – 14. Sept., 2026





