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After Nature Prize 27

After Nature Prize 27

25. Sept. 2027 – 26. Jan. 2028

Über die Ausstellung

In ihrem neuen Projekt untersucht Jamilah Sabur (*1987, Jamaika) persönliche und historische Verbindungen zwischen dem Bezirk Westmoreland in Jamaika und Schottland. Ausgangspunkt ist die Geschichte ihres Großvaters, der Mitte des 20. Jahrhunderts für die Frome Sugar Factory Chemikalien zur Malariabekämpfung versprühte. Sabur nimmt diese Einsätze, die zunächst im Rahmen britischer Militär- und später internationaler Gesundheitsprogramme erfolgten, zum Anlass für die Frage, wie Medizin, Zuckerindustrie und Umweltbedingungen die Gesundheit jamaikanischer Arbeiter:innen prägten. Dabei verknüpft sie das Wissen über Malaria mit den Ursprüngen der sogenannten Tropenmedizin in Schottland und nutzt historische Verfahren in ihrer Fotografie, um eine Perspektive jenseits kolonialer Logiken der Krankheitsbekämpfung zu eröffnen.

Yuyan Wang (*1989, China) widmet sich in ihrer neuen Arbeit den unheimlichen Nachleben der Natur in einer von fossilen Rohstoffen geprägten Gegenwart. Schauplatz ist ein Zentrum der Kunstpflanzenproduktion in Südchina, wo aus Polyethylen täuschend echte Blätter, Blüten und Bäume entstehen, die als langlebige Dekoration weltweit in Einkaufszentren, Büros und Freizeitparks landen. Wang folgt den Materialkreisläufen und fragt, wie sich unser Verständnis von Natur verändert, wenn echte Pflanzen zunehmend durch ihr industriell gefertigtes Abbild ersetzt werden. In ihrer Videoinstallation verbindet Wang dokumentarische Beobachtungen mit fiktionalen Momenten. Dabei konzentriert sie sich besonders auf die sich wiederholenden Handbewegungen der Arbeiter:innen, wo die Grenzen zwischen Körper, Material und Maschine verschwimmen.

Die ausgezeichneten Projektkonzepte werden im Rahmen des After Nature . Ulrike Crespo Photography Prize 27 erstmals realisiert.

Ein gemeinsames Projekt von C/O Berlin x Crespo Foundation.

— C/O Berlin

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