
Dawoud Bey
Über die Ausstellung
Dawoud Bey (*1953, New York) ist ein US-amerikanischer Fotograf, Künstler und Lehrender, dessen Arbeiten sich mit Fragen von Sichtbarkeit, Macht, race und dem historischen Gedächtnis auseinandersetzen. C/O Berlin präsentiert seine erste große monografische Ausstellung in Europa mit bedeutenden Werkserien, darunter Night Coming Tenderly, Black und The Birmingham Project. Erstmals zu sehen ist zudem seine neue Serie Berlin / Africa, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden ist. In großformatigen Diptychen und mehrteiligen Bildkompositionen stellt Bey historische Architektur und Denkmäler Berlins afrikanischen Objekten aus den Sammlungen Berliner Museen gegenüber. Dabei untersucht er die Verflechtungen zwischen Berlins Entwicklung zur modernen Metropole und der europäischen Kolonisierung Afrikas im Zuge der Berliner Konferenz von 1884–1885. Auf diese Weise eröffnet Bey neue Perspektiven auf die koloniale Vergangenheit der Stadt und darauf, wie deren Spuren bis heute nachwirken. Gleichzeitig greift er Fragen nach Erinnerungskultur und historischer Verantwortung auf.



