Zeichnungen von Tieren, Pflanzen, Steinen, Knochen, die (im wahrsten Sinne des Wortes) bis auf den Mikrometer ausgearbeitet sind, beeindruckend in ihren Details… Erinnern Sie sich, wie faszinierend sie für Sie waren, als Sie als Kind Enzyklopädien durchblätterten? Sie lernten, wie all diese Blätter, Fußabdrücke, Schmetterlingsflügel und Vogelfedern oder sogar Aquarienfische aussahen. Wahrscheinlich haben Sie damals nicht darüber nachgedacht, dass jemand Stunden um Stunden damit verbracht hat, diese fast fotografischen Miniaturwerke zu schaffen. Er studierte, testete Farben, suchte präzise nach Strukturen, suchte die genauesten Spektren, um 3D in 2D umzuwandeln. Sie sind so selbstverständlich, dass wir die Virtuosität, mit der sie geschaffen wurden, nicht einmal wahrnehmen. Acryl, Tusche, Aquarell, Graphit… Er arbeitete mit vielen Techniken. Ján Švec’s Sohn, Andrej, sagte über die Arbeitsweise seines Vaters: „Die meisten seiner Illustrationen fertigte er im Maßstab 1:1 zum Originalmodell an. Stellen Sie sich zum Beispiel einen Schmetterling vor, die Haare an seinem Körper oder seinen Antennen sind ein Zehntel Millimeter dick, und mein Vater konnte sie so dünn malen. Das bedeutete jedoch, dass er stundenlang über dem Bild saß und oft unter der Lupe arbeitete.“ Seine riesige Produktion wissenschaftlicher Illustrationen für Kinder umfasst Naše vtáky (Unsere Vögel), Z ríše hmyzu (Aus dem Insektenreich) und Akvárium v kocke (Aquarium auf den Punkt gebracht). Viele dieser Bücher werden auch heute noch von Bibliothek zu Bibliothek weitergegeben. Oft werden sie nur für einen Moment ausgeliehen – da Kinder und Eltern gerne herausfinden, was sie tatsächlich im Wald gesehen haben, und kleine Unterschiede untersuchen. Oder Transparentpapier auf die Bilder legen und beginnen, sie nachzuzeichnen. Genau nach dem Künstler, den Hintergrund schichten, ihn mit Anilinfarben füllen und sogar mit Tusche umrahmen. Diese Illustrationen sind so selbstverständlich, dass wir ihre Virtuosität nicht wahrnehmen. Sie entstanden eigentlich zufällig. Einige Titel des Verlags Mladé letá hatten quadratische Formate, wurden aber aus rechteckigen Blättern geschnitten, wodurch Abfall entstand, der eine Größe von ungefähr 10,5 mal 15 Zentimetern erreichte. Der Verlag wollte ihn jedoch nicht verschwenden, und jemand dachte, dass diese Reste die Grundlage für kleine Atlanten mit sehr präzisen, ja sogar wissenschaftlichen Illustrationen bilden könnten.

Wie echt
Ján Švec
16. Juni – 13. Sept., 2026
Mehr bei Danubiana Meulensteen Art Museum
Alle ansehen →Quelle: danubiana.sk/en/vystavy/ako-zive





