Kleine Architektur. Möbel- und Inneneinrichtungsproduktion von Dřevopodnik Holešov

Von Klára Jeništová

12. März – 6. Sept., 2026

Die Herstellung von Möbeln und Innenausstattung aus Holzfurnier – gebogenen Holzlamellen – wurde von den späten 1950er bis in die 1990er Jahre im ehemaligen Jugoslawien systematisch nur von Dřevopodnik Holešov, einem Unternehmen der lokalen Wirtschaft, betrieben. Die Hauptfigur war der Architekt Ludvík Volák, der an skandinavische Inspirationen anknüpfte und Werke von hoher funktionaler und ästhetischer Qualität schuf. Die Architekten bemerkten das beispiellose Erscheinungsbild auf dem tschechoslowakischen Markt und luden Dřevopodnik zur Zusammenarbeit bei lukrativen Staatsaufträgen ein. So entstanden einzigartige Interieurs tschechoslowakischer Botschaften, EXPO-Pavillons, Hotels, ČSA-Büros oder Kultur- und Gastronomiebetriebe, die auch heute noch in Symbiose mit zahlreichen Kunstwerken das Beste der tschechoslowakischen Bildkultur präsentieren. Bei Möbeln sehen wir nicht selten originale Artefakte, die maßgeschneidert für bestimmte Räume geschaffen wurden – heute meist nicht mehr vorhanden. Die Zusammenarbeit mit führenden tschechoslowakischen Autoren und die Kleinserienfertigung machten die Möbel zu wertvollen, aber oft unzugänglichen Stücken

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