Die Morgenländer. Jüdische Forscher und Abenteurer auf der Suche nach dem Eigenen im Fremden

Endet in 24 Tagen

Mit der Ausstellung „Die Morgenländer“ schauen wir auf die Entstehung der Orientwissenschaften im 19. Jahrhundert und machen eine überraschende Erkenntnis stark: Die Entwicklung der Islamwissenschaften, der Arabistik und der Orientalistik war eng mit der Wissenschaft des Judentums, mit Emanzipation und Reform verbunden.

Die neuen Orientwissenschaften waren Schauplatz einer jüdischen Suche nach den eigenen Ursprüngen: Mit selbstbestimmtem Blick die Quellen der eigenen Kultur und Geschichte zu erforschen, diente auch dem Versuch, sich aus der diskriminierenden Umklammerung in einer christlichen Gesellschaft zu befreien.

Dass aus dieser Perspektive der Islam und die arabische Welt keineswegs als feindlich-exotischer „Anderer“ Europas erschien, sondern als Quelle auch der europäischen Kultur, stellt so manche Stereotypen der Gegenwart produktiv in Frage, xenophobe Vorstellungen genauso wie postkoloniales Schwarz-Weiß Denken.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems

Mitarbeiter*innen

Kuratorin Dr. Felicitas Heimann-Jelinek (Wien) Co-Kuratorin Dinah Ehrenfreund-Michler (Hohenems) Ausstellungsarchitektur Martin Kohlbauer (Wien) Ausstellungsgrafik atelier stecher, Roland Stecher (Götzis) Grafik Thomas Matt Grafikdesign (Rankweil)

Objektbetreuung Raphael Einetter (Hohenems) Vermittlung Anita Niegelhell, Claudia Klammer (Hohenems) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Birgit Sohler (Hohenems) Sekretariat Martina Steiner (Hohenems) Wissenschaftliche Mitarbeiterin Alina Maurer – Hohenems Restauratorinnen Bettina Dräxler – Wien Leonie Schwärzler – Bregenz Viola Beier – Köln Animationen Stefanie Hilgarth – Wien KA 21, Wolfgang Haas – Wien Marwan Shahin, Los Angeles Liron Lavi Turkenich – Haifa Papyri Puzzle des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung – Berlin Ausstellungsbau Museom Service, Christian Chochola – Wien Ausstellungstechnik Dietmar Pöschko – Hohenems Dietmar Pfanner – Andelsbuch Raphael Einetter – Hohenems Objekt- und Ausstellungsfotografie Walser Fotografie – Hohenems Beschriftungen Elograph – Röthis Drucksorten Druckerei Thurnher – Rankweil Malerarbeiten Alfons Mathis – Hohenems Nachbildungen und Replika 1zu1 Prototypen – Dornbirn Elograph – Röthis Gipsformerei Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz – Berlin

Titelbild (Ausschnitte): Gipsbüste der Nofretete mit Make-up von Loni Baur in der Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin, Foto: Fabian Fröhlich.

Jüdisches Museum Hohenems