Eines Tages wird ARKEN unter Wasser stehen. In der Einzelausstellung „Come Hell Or High Water“ nimmt die dänische Künstlergruppe SUPERFLEX diese Zukunft zum Ausgangspunkt, wenn sie das Museum in eine Arche für alle Arten verwandelt. Das Museum wird als gesunkenes Schiff tief unter der Meeresoberfläche inszeniert. Blaues Licht erfüllt den Raum, und am Eingang zeugen Sandsäcke und Barrikaden von Versuchen, das Wasser fernzuhalten.
In der Kunstachse des Museums türmen sich Transportkisten. Sie enthalten Werke aus der über 30-jährigen Karriere von SUPERFLEX: Von den frühesten Werken der Künstlergruppe aus dem Jahr 1993 bis hin zu brandneuen Produktionen. Die Kisten sind sowohl ein Archiv ihrer Kunst als auch die Ladung auf einem Schiff – bereit zum Weitertransport, zum Öffnen oder zum Zurücklassen. In den letzten vielen Jahren hat SUPERFLEX Werke entwickelt, die nicht nur als Kunst, sondern auch als Lebensräume für Fische fungieren. Diese Praxis kulminiert in dem neuen, langfristigen Projekt der Ausstellung „The Ark Factory“. Mitten in der Ausstellung wurde eine Fabrik errichtet, in der man sehen kann, wie Teile einer großen Arche mit einer neuen Technik hergestellt werden, die von Vasilij Sitnikov von Ice Formwork in Zusammenarbeit mit SUPERFLEX entwickelt wurde. Diese Arche soll nicht schwimmen, sondern als künstliches Riff dienen, das die Artenvielfalt unterstützen kann, wenn der Meeresspiegel steigt. Langfristig werden die Teile der Arche auf dem Meeresgrund verteilt, über die ganze Welt verstreut. Die Arche von SUPERFLEX wird zu einer Plattform für die Koexistenz verschiedener Arten – ein Schiff, das das Leben in die Zukunft trägt, mit oder ohne den Menschen an Bord. „Come Hell Or High Water“ beharrt auf Handeln inmitten der Unsicherheit und entfaltet sich als Raum für Vorbereitung, Zusammenarbeit und Vorstellungskraft.
SUPERFLEX ist ein dänisches Künstlerkollektiv, das 1993 von Jakob Fenger (geb. 1968), Bjørnstjerne Reuter Christiansen (geb. 1969) und Rasmus Nielsen (geb. 1969) gegründet wurde. Seitdem hat SUPERFLEX ihre Kunst genutzt, um soziale und politische Fragen anzusprechen und konkrete Handlungen und Veränderungen zu bewirken. Ihre Werke balancieren oft zwischen Kunstwerk und funktionalem Objekt. Sie sind u.a. für Projekte wie Supergas (1996), eine Biogasanlage in Afrika, Superchannel (2000), ihren eigenen TV-Kanal, Superkilen (2012), einen öffentlichen Park in Nørrebro in Kopenhagen und Hospital Equipment (2017), einen voll funktionsfähigen Operationstisch, der u.a. in Krankenhäusern in Gaza und Syrien eingesetzt wird, verantwortlich. SUPERFLEX haben weltweit in Museen ausgestellt.
Während der Ausstellungszeit können Sie u.a. die drei Filmwerke All Is Water (2023), Two Suns (2024) und Kwassa Kwassa (2015) erleben, die jeweils ihre eigene Geschichte mit dem Meer haben. Mehr über die drei Filme erfahren Sie hier. Bitte beachten Sie, dass die Wiedergabe der Filme in seltenen Fällen aufgrund von Veranstaltungen unterbrochen werden kann.
Grafisches Design von Rasmus Koch Studio Sounddesign von Adrian Aurelius Sie können hier eine private Führung durch „Come Hell Or High Water“ – SUPERFLEX buchen.
Die Ausstellung wird unterstützt von Det Obelske Familiefond Aage og Johanne Louis-Hansens Fond Ny Carlsbergfondet Knud Højgaards Fond Augustinus Fonden MTAB Fine Art Logistics Frececo Fonden

Koste es, was es wolle
7. Mai 2026 – 3. Jan. 2027



