Dänisches Design ist bekannt und beliebt – sowohl hier als auch im Ausland, aber was führte zum Erfolg, welche Designs sind zentral und wer sind die großen dänischen Designer des 20. Jahrhunderts? Die Ausstellung 'DANISH MODERN' entfaltet die Geschichte des dänischen Designs von den 1920er Jahren bis zum Jahr 2000, mit Fokus auf einige der ikonischsten dänischen Designobjekte.
Dänische Moderne ist eine Epoche, ein Stil, eine nationale Marke. Der Stil setzte sich Mitte des 20. Jahrhunderts durch und wurde schnell im Westen populär. Aber was verbirgt sich hinter den Vorstellungen der dänischen Moderne? Die Ausstellung DANISH MODERN zeigt, wie dänische Designer methodisch mit Designprozessen gearbeitet haben und erzählt die Erfolgsgeschichte des dänischen Designs.
Ein Abschied vom Plüsch-Zuhause Die Modernisten betrachteten die überladenen Stuben der damaligen Zeit mit schweren Möbeln, Samtvorhängen, Teppichen, Pflanzen und Unmengen an Nippes als Beispiel für alles, was an Design und Einrichtung falsch war. Die dänische Moderne wurde somit ihr Aufbegehren gegen die „Stilverwirrung“, die ihrer Meinung nach bis in die 1920er Jahre herrschte.
Die Ausstellung DANISH MODERN lädt das Publikum zu einer designfachlichen Reise ein, angefangen bei Möbelprofessor Kaare Klints Zimmer für eine Dame, über die ikonische deutsche Frankfurter Küche, die sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten zwischen dänischer und europäischer Moderne illustriert, bis hin zu Verner Panton und Nanna Ditzels organischen Pop-Designs und dem futuristischen und coolen High-Tech-Design der 80er Jahre. Kurz gesagt, eine wunderbare Reise durch all das, was wir heute als dänische Designikonen kennen, gemischt mit unbekannten Designs berühmter Designer.
Dänische Stühle von Boden bis Decke DANISH MODERN bringt auch den beliebten Stuhltunnel in einer neuen, größeren Version mit 125 Stühlen zurück, sowohl Highlights als auch unbekannte Stühle, von Boden bis Decke, erzählt die Geschichte, wie dänische Möbel auf historischen Typen aus anderen Ländern basieren. Der Stuhltunnel ist wie ein Stammbaum der Stuhlfamilienbeziehungen und enthält Stühle von sowohl dänischen als auch internationalen Designern wie Hans J. Wegner, Arne Jacobsen, Nanna Ditzel, Cecilie Manz, Charles Eames, Marcel Breuer oder Jasper Morrison.
Dänische Moderne auf der Weltkarte – wer sind die Designer? Das Museum hat eine Szenografie geschaffen, die die verschiedenen Designer in die dänische und internationale Designgeschichte einordnet. Warum setzte sich die dänische Moderne international gerade 1949 durch? Wer waren die Persönlichkeiten, die die dänische Moderne prägten? Wir werden mit persönlichen Gegenständen, Gedanken, Zeichnungen, Ausstellungs- und Archivmaterial der Designer konfrontiert.
Erleben Sie Design von Rigmor Andersen, Mogens Koch, Ole Wanscher, Børge Mogensen, Lis Ahlman, Grethe Meyer, Kay Bojesen, Gertrud Vasegaard, Poul Kjærholm, Hans J. Wegner, Finn Juhl, Arne Jacobsen, Henning Koppel, Per Lütken, Axel Salto, Poul Henningsen und vielen mehr.
Coole Hightech In DANISH MODERN kann das Publikum auch die Designströmungen erkunden, die in den folgenden Jahrzehnten auf die dänische Moderne aufbauten oder mit ihr brachen. In den 1970er Jahren entstand die Strömung Hightech, die sich besonders in den 1980er Jahren verbreitete. Der Stil setzte die Faszination der Moderne für das Funktionale fort und kultivierte den Ausdruck rein technischer und konstruktiver Strukturen. Die Inspiration stammte aus Fabriken, Industrie und Laboren. Die am häufigsten verwendeten Materialien waren glänzender Stahl und Glas. In Dänemark setzten eine Reihe von Designern in der Zeit von 1970 bis 2000 die „funktionale Tradition“ fort, nun aber als rein industrielles Design. Vieles des dänischen Industriedesigns in dieser Zeit ist zurückhaltender und rationaler als Hightech-Design aus anderen Ländern. Es wurde so eine Fortsetzung der dänischen Moderne, aber in kühlen industriellen Materialien. Die Ausstellung zeigt u.a. Design von Bang & Olufsen, Knud Holscher, Niels Gammelgaard für IKEA, Norman Foster und Ole Palsby für Eva Trio.
Ein Bruch mit der dänischen Moderne Die Postmoderne war eine breite kulturelle Strömung, die in den 1970er Jahren begann und in den 1980er Jahren ihre Blütezeit hatte. Die Strömung war ein Bruch mit der funktionalen und produktionsfreundlichen Formsprache der Moderne. Postmoderne Designer und Architekten nahmen die Alltagskultur als Ausgangspunkt und schufen einen Ausdruck, der die fragmentierte Realität widerspiegelte, die die damalige Konsum- und Massenmedienkultur lieferte. Man kultivierte das Oberflächliche und Erzählerische, mehr als man sich für die Optimierung der Funktion interessierte. Die Alltagsprodukte erhielten einen farbenfroheren und spielerischeren Ausdruck. Designer wie Philippe Starck waren starke Vertreter dieses Stils, aber am radikalsten und wegweisendsten waren die italienischen Designgruppen Studio Alchymia und Memphis. In Dänemark gab es nicht viele Designer, die den Postmodernismus kultivierten, aber Designer wie Ernst Lohse, Ole Jensen und Ursula Munch-Petersen taten dies.
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Dänische Moderne
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