František Kupka – Meister der Weltkunst

Dauerausstellung

Das Museum Kampa, gegründet von der bedeutenden tschechisch-amerikanischen Sammlerin und Mäzenin Meda Mládková (geb. 1919), Gründerin der Jan und Meda Mládek Stiftung, die das Museum betreibt, gehört zu den meistbesuchten Galerieinstitutionen in Prag, wozu auch die umfangreiche Sammlung beiträgt, die das Ehepaar Mládek zusammengetragen hat. Die Sammlung eines der bedeutendsten abstrakten Maler, František Kupka, gehört zu den wichtigsten Teilen der Sammlung des Museums Kampa. Meda Mládková präsentierte ihn auf Ausstellungen, insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo sie durch seine Werke das Bewusstsein nicht nur für sein Werk, sondern auch für die tschechische moderne Kunst im Allgemeinen zu schärfen suchte.

Die Sammlung von Werken František Kupkas (1871–1957), einem der bedeutendsten Vertreter der Weltkunst des 20. Jahrhunderts, bildet eine der tragenden Säulen der Sammlung von Jan und Meda Mládek und dokumentiert sehr gut Kupkas Weg zur nicht-figurativen Kunst in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Zur Reihe der Ölgemälde in der Sammlung gehören auch zeichnerische Studien, die im Falle Kupkas den durchdachten Weg zum finalen Werk belegen.

Die Dauerausstellung in sieben Kapiteln stellt chronologisch Kupkas Werk von Mitte der neunziger Jahre bis zu den reifen Werken der fünfziger Jahre vor. Der Betrachter kann so die einzelnen Phasen von Kupkas konzentrierter Analyse der einzelnen malerischen Mittel – Linie, Fläche, Lichtwerte und Farbe – verfolgen, einschließlich der wichtigen Phase von Kupkas Entwicklung, in der er sein Konzept der Farbflächen definierte, die ihm die Entwicklung einer anderen Form des Bildaufbaus ermöglichten. Die Ausstellung wird neben Bildern aus der Sammlung von Meda Mládková um einige Bilder aus öffentlichen und privaten Sammlungen ergänzt, insbesondere aus den zwanziger und dreißiger Jahren, also aus der Zeit, auf die sich Meda in ihren Sammelaktivitäten nicht so sehr konzentrierte. Mehr als siebzig Werke sind ausgestellt: Neben Meisterwerken aus dem Museum Kampa (Amorpha – Warme Chromatik, 1912; Kathedrale, 1912–1913; Form des Gelben, 1919–1923) werden weitere Schlüsselwerke zu sehen sein (z.B. Der Bibliomane, 1897, Sammlungen der Prager Burg; Destillierapparat, 1928, Privatsammlung; Plan Violet, 1954, Privatsammlung; u.a.).

Museum Kampa