DAUERAUSSTELLUNG
Interieurs
des 19. und 20. Jahrhunderts
Zwischen 1870 und 1876 wurde auf Initiative von Fürst Hans Heinrich XI. von Pless das Schloss Pszczyna im Stil des französischen Barock umgebaut, und seine Innenräume wurden reich und prachtvoll ausgestattet.
Im November 1876 berichtete die Leipziger Zeitung „Illustrierte Zeitung”, dass „der fürstliche Sitz zu einem der schönsten in ganz Schlesien geworden ist”.
Nachfolger von Hans Heinrich XI. wurde sein Sohn Hans Heinrich XV., der gemeinsam mit seiner für ihre Schönheit berühmten englischen Gattin Daisy einen großherrschaftlichen Lebensstil am Hof in Pless aufrechterhielt und bei Veränderungen der Ausstattung der magnatischen Residenz keine Kosten scheute.
Bernhard von Bülow, deutscher Fürst und Politiker, bemerkte nicht ohne Grund, dass „das Schloss in Pless mit byzantinischer Pracht eingerichtet wurde”. Der Prunk der Pszczyńer Residenz hinterließ auch bei Wojciech Kossak, dem polnischen Historien- und Schlachtenmaler, der sich während des Ersten Weltkriegs im Schloss aufhielt, einen Eindruck. In seinen Erinnerungen vermerkte er: „die Säle sind riesig, und selbst die Gästezimmer sind mit außerordentlicher Pracht eingerichtet”.
Die Innenräume des Schlosses Pszczyna, deren architektonische Ausstattung und Einrichtung aus den letzten dreißig Jahren des 19. Jahrhunderts sowie den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stammen, haben die Wirren zweier Weltkriege und der kommunistischen Zeit in nahezu unverändertem Zustand überstanden. Kristallspiegel und Lüster, hölzerne Vertäfelungen und Parkettböden, Stuckarbeiten, Marmorkamine, Möbel, Porzellan, Ahnenporträts, Erinnerungsstücke – die Aufzählung ließe sich endlos fortsetzen.
Ein Besuch der Ausstellung „Interieurs des 19. und 20. Jahrhunderts” ist wie eine Reise in die Zeit – unterwegs sind repräsentative Räume zu sehen, etwa das prunkvolle Treppenhaus, die Bibliothek, der große Salon und der Speisesaal, die Privatgemächer des fürstlichen Paares oder die Gästeappartements, darunter das für den deutschen Kaiser bestimmte Appartement.
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Ecksalon – Interieurs (1)
- Speisesaal (Spiegelsaal) 1915
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Treppenhaus 1915
Treppenhaus
Großer Salon 1915
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Garderobe des Kaisers 1915
Garderobe des Kaisers
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Im Jahr 1995 wurde das Schlossmuseum Pszczyna mit der Ehrenurkunde und der Bronzemedaille von Europa Nostra ausgezeichnet „für die sorgfältige Wiederherstellung der Schlossinterieurs mit ihrer Einrichtung, die auf gründlichen historischen Untersuchungen beruhte und den Glanz des frühen 20. Jahrhunderts zurückbrachte”.
„Rekonstruktion des Kaiserappartements im westlichen Flügel des Erdgeschosses des Schlosses Pszczyna” wurde mit dem dritten Preis als Museumsereignis des Jahres – Sybilla 2005 in der Kategorie „Historische, biografische und literarische Ausstellungen” ausgezeichnet.
„Pszczyna – Schloss- und Parkanlage” wurde auf Grundlage der Verordnung des Präsidenten der Republik Polen vom 19. April 2021 als Denkmal der Geschichte anerkannt.
Das Denkmal der Geschichte ist eine von fünf im Denkmalschutzgesetz genannten Formen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege. Denkmäler der Geschichte werden seit 1994 ausgewiesen. Die Liste der wertvollsten Objekte wird von Jahr zu Jahr länger. Sie umfasst Objekte von besonderem materiellen und immateriellen Wert sowie Bedeutung für das kulturelle Erbe unseres Landes.” [Nationales Institut für das Kulturerbe].
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FÜHRER
Schlossmuseum
Pszczyna
Die Publikation umfasst 104 Seiten, enthält ausführliche und interessante Beschreibungen der Innenräume, historische Kuriositäten, 239 Fotografien sowie praktische Informationen für Besucher.
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ALBUM
Schloss Pszczyna.
Perle der schlesischen Architektur
Zweisprachiges Album, das die Schönheit der Architektur und Innenräume einer magnatischen Residenz präsentiert, die im Maßstab des kontinentalen Europas einzigartig ist.
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Interieurs des 19. und 20. Jahrhunderts
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