Die ehemaligen mechanischen Werkstätten dienten den Betriebsbedürfnissen der Grube in den Bereichen spanende Bearbeitung sowie thermische Herstellung und Verarbeitung von Metallen. Hier wurden sämtliche Reparaturen, Instandhaltungen und Regenerierungen von Untertage- und Übertageausrüstungen durchgeführt, ebenso die Formgebung und Herstellung von Ersatzteilen. Eine beeindruckende Sammlung von mehreren Dutzend technischen Denkmälern aus der Zeit um 1900 und späteren Jahren befindet sich in einem Gebäude, das in den Jahren 1870–1900 (1872) im Stil des vereinfachten Klassizismus errichtet wurde und sich in drei Bereiche gliedert: Fräserei, Schmiede und Schlosserei. Die bedeutende Rolle der Werkstätten erinnert daran, dass die Arbeit in einem Bergbaubetrieb nicht nur unter Tage stattfand und der Tiefbau von Kohle ohne angemessene technische Unterstützung von über Tage nicht möglich gewesen wäre. In der Ausstellung finden sich unter anderem Fräsmaschinen, Bohrmaschinen, Hobelmaschinen, Stemmmaschinen, Feuerstellen, Scheren, mechanische Hämmer, Gewindeschneidmaschinen, Drehbänke, Pressen, Biegemaschinen sowie Sägen und Schleifmaschinen. Ebenfalls vertreten ist eine interessante Ausstellung von Druckmaschinen, darunter Druckmaschinen, Scheren und Guillotinen. Die Ausstellung wird durch interaktive Multimedia-Paneele ergänzt, die es unter anderem ermöglichen, das eigene Wissen über die Geheimnisse des Schmiedehandwerks zu prüfen und den Erinnerungen von Bergleuten der ehemaligen Steinkohlenzeche Thorez zu lauschen.

AUSSTELLUNG DER MECHANISCHEN WERKSTÄTTEN
Dauerausstellung





