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Maschinenhaus des Schachts „Julia“

Dauerausstellung

Ein Punkt der Besichtigung im Wissenschafts-, Kultur- und Kunstzentrum Stara Kopalnia in Wałbrzych ist das denkmalgeschützte Maschinenhaus, in dem sich zwei elektrische Fördermaschinen befinden, zu den ersten ihrer Art im europäischen Bergbau. Ihre mechanischen Teile wurden 1911 von der Donnersmarckhütte aus Zabrze hergestellt, die Motoren samt Zubehör lieferte das Berliner Unternehmen Siemens-Schuckertwerke, und die tragenden Teile stammten von Främbs & Freudenberg aus Świdnica. Es handelt sich um Maschinen mit einrilligen Koepe-Scheiben von 5000 mm Durchmesser, bei denen die Tragseile über die Treibscheiben laufen und die Bewegung der Förderkörbe durch Reibung der Seile an den Belägen der Treibscheiben erfolgt, die von Elektromotoren angetrieben werden. Die Gleichstromumformer der Fördermaschinen stammen ebenfalls von Siemens-Schuckertwerke aus Berlin.

In diesem Raum ist die Zeit stehen geblieben. Begeistert sind die Besucher von den originalen Bodenfliesen, der Holzvertäfelung, den gusseisernen Heizkörpern an den Arbeitsplätzen der Maschinisten sowie den historischen Laufkränen aus der Produktion der Carlshütte aus Wałbrzych. Im Gebäude befindet sich außerdem eine Sammlung von Tachographen und Teufenanzeigern aus den ehemaligen Maschinenhäusern der Wałbrzycher Schächte.

Das Maschinenhaus des Schachts Julia war während seines Betriebs nur einem engen Kreis von Fachleuten vorbehalten, die die mehrere Dutzend Tonnen schweren Fördermaschinen bedienten. Heute ist dies ein Ort, der allen Besuchern offensteht. Die gewaltigen Fördermaschinen und die Umformer gehören zu den Hauptattraktionen der Führung und verdeutlichen, wie berechtigt der Begriff „Technikdenkmal“ ist.

Seit 2016 gibt es im Maschinenhaus außerdem die „Klangmaschinenhalle“. Hier komponieren die Besucher mithilfe interaktiver Tafeln eigene Melodien auf Grundlage der Geräusche der in den Bergwerken arbeitenden Maschinen.

— Stara Kopalnia