Frida Orupabos Werke basieren auf gefundenen Fotografien und Materialien aus digitalen sowie physischen Archiven, die sowohl populärkulturelle Quellen als auch Verweise auf die Kolonialzeit umfassen. In Orupabos Händen wird das Material in Form von Collagen neu zusammengesetzt, die dominante Geschichtsnarrative umschreiben und herausfordern. Mit ihren Collagen schafft Orupabo gleichzeitig neue Bedeutungen und Erzählungen, in denen zuvor unsichtbar gemachte Figuren nun ihren Platz finden.
Frida Orupabos künstlerische Praxis entspringt unter anderem ihrer eigenen Kindheit in Norwegen als Kind einer norwegischen Mutter und eines nigerianischen Vaters in einem Umfeld, in dem sie sich abhob. Durch ihre Werke verarbeitet sie Erfahrungen mit Blicken, Identität, Race, Zugehörigkeit und Macht – und richtet den Blick zurück auf den Betrachter. Es ist eine Begegnung, die physisch und emotional wirken kann, wenn wir mit den intensiven Blicken der Figuren konfrontiert werden, die sowohl Unbehagen, Stärke als auch Zerbrechlichkeit in sich tragen.
Frida Orupabo (geb. 1986) lebt und arbeitet in Oslo, Norwegen. Sie ist ursprünglich Soziologin, begann aber 2013, digitale Collagen zu erstellen, die sie auf der Social-Media-Plattform Instagram als eine Art digitales Tagebuch und Archiv teilte.
Orupabos Einzelausstellungen umfassen: Kunsthall Trondheim, Norwegen – How did you feel when you came out of the wilderness (2021), Fotomuseum Winterthur, Schweiz – I have seen a million pictures of my face and still I have no idea (2022), Bonniers Konsthall, Stockholm und Astrup Fearnly Museet, Oslo – On Lies, Secrets and Silence (2024/2025). Gruppenausstellungen und Biennalen: 34th Bienal de São Paulo, Brasilien (2021), 58th Venice Biennale, Italien (2019), 15th Gwangju Biennale (2024), Los Angeles County Museum of Art (LACMA), USA – Gruppenausstellung Imagining Black Diasporas: 21st‑Century Art and Poetics (2024). 2025 erhielt Orupabo den SPECTRUM Internationaler Preis für Fotografie für ihr fotografisches und collagebasiertes Werk.
Orupabos Werke sind Teil zentraler Sammlungen, unter anderem im Moderna Museet, Stockholm, Museum Ludwig, Köln/Wien, Nasjonalmuseet, Oslo, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk und Kunsten Museum of Modern Art Aalborg.

Frida Orupabo
Öffnet in 82 Tagen
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