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Galerie des Handwerks

Dauerausstellung

Möchten Sie die Begegnung mit echten Meisterwerken erleben? Ein Besuch in der Goldschmiedegalerie verspricht einen Augenschmaus und wird Sie mit der außergewöhnlichen Kunstfertigkeit der in Danzig tätigen Meister beeindrucken, dem bedeutendsten Zentrum der Goldschmiedekunst in der früheren Adelsrepublik. Den eindrucksvollsten Teil der Sammlung bilden luxuriöse barocke Gefäße: Pokale, Krüge und Humpen, die vom erlesenen Geschmack des örtlichen Patriziats und seiner Vorliebe für Prunk zeugen. Darunter befinden sich Objekte von außergewöhnlicher Form, unter anderem ein Pokal mit einer Kuppa in Gestalt einer Weintraube. Die berühmten Danziger Humpen der Ausstellung, deren Körper mit getriebenen Silberszenen aus dem Alltagsleben oder aus der Bibel und der antiken Geschichte verziert sind, zeugen von Frömmigkeit ebenso wie von der Gelehrsamkeit des Danziger Patriziats (u. a. Humpen mit Darstellungen: Der Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer, der Besuch der Königin von Saba bei Salomo sowie die Schlacht bei Issos zwischen Alexander dem Großen und dem persischen König Dareios).

Eigentum ehemaliger städtischer Bruderschaften und Zünfte waren die Wilkomme, zeremonielle Willkommenspokale (u. a. der Danziger Müller und Maurergesellen), die bei der Aufnahme eines neuen Mitglieds in die Zunft verwendet wurden. Besonders hervor sticht der Wilkomm der Weichselschiffer, ein kunstvolles Werk von Johann Jöde aus dem Jahr 1727 mit einem reichen ikonografischen Programm zur Weichselschifffahrt.

Einen wichtigen Teil der Sammlung bilden katholische und protestantische liturgische Gefäße. Ein besonderes Objekt ist eine jüdische Etrog-Büchse, die bei den mit dem Laubhüttenfest (Sukkot) verbundenen Riten verwendet wurde.

Das Danziger Goldschmiedehandwerk des 18. Jahrhunderts vertreten Tafel- und Toilettensilber, die in keinem wohlhabenden bürgerlichen Haushalt fehlen durften. Dazu gehören Teekannen, Kaffeekannen, Zuckerdosen sowie Toilettenartikel: ein Spiegel in silberner Fassung, eine Seifendose, Töpfchen für Schönheitsmittel und ein Satz kleiner Toilettenutensilien in einem kunstvoll verzierten Etui.

Heute wissen nur wenige, was das inzwischen verschwundene Gewerbe der Zinngießer war. Ein Besuch in der Zinngalerie bietet die Gelegenheit, in die Welt der alten, von Zinngießern gegossenen Gegenstände einzutauchen, die im bürgerlichen Haushalt unentbehrlich waren: Platten, Wasser- und Weinkrüge, Becher, Humpen und Löffel. Unverzichtbar im Alltag waren auch Nachttöpfe, Maßkrüge und Lavatere, also Waschbecken. Der dezente Reiz der Zinnwaren mit massiven, schlichten Formen und glatten, polierten Oberflächen spricht das heutige ästhetische Empfinden an.

Neben Gebrauchsgegenständen bewahrt die reiche Museumssammlung seltene Beispiele dekorativer Stücke, darunter kleine Teller mit eingravierten Blumenmotiven und Genreszenen, die in Reihen auf Regalen in den repräsentativen Vorhallen Danzigs aufgestellt wurden. In der Zinngalerie sind außerdem Kircheneinrichtungen zu sehen: charakteristische Danziger Leuchter und Altarvasen, ein Kruzifix, eine Monstranz sowie protestantische liturgische Geräte: ein Kelch und eine Kanne für das Abendmahl. Eines der eindrucksvollsten Objekte ist ein Taufbecken aus dem 17. Jahrhundert, verziert mit eingravierten Szenen und Bibelzitaten.

Außerdem präsentieren wir für das 18. Jahrhundert typische Teekannen, Kaffeekannen und Teedosen sowie Gefäße zum Servieren von Suppen und Ragouts: Terrinen und Suppenterrinen, die infolge der Mode neuer Getränke und Speisen aufkamen.

Die meisten Objekte der Sammlung stammen aus Pommern und Danzig, das in der Neuzeit das wichtigste Zentrum des Zinngießerhandwerks in der Adelsrepublik war.

In der Ausstellung zur historischen Keramik werden zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert entstandene Fayence-, Steinzeug- und Porzellanwaren gezeigt, vor dem Eingang zur Ausstellung rekonstruierte Öfen aus Danziger Bürgerhäusern sowie holländische Fliesen. Diese außerordentlich vielfältige und interessante Sammlung führt zu einem großen Teil die frühere Keramiksammlung des Stadtmuseums fort, deren Hauptzweck es war, in Danziger Haushalten erworbene und genutzte Keramik zu sammeln.

Eine der wichtigsten und zahlreichsten Gruppen ist die Sammlung von Delfter Fayencen,…

— National Museum in Gdańsk