The Battles of Form against the Clouds and the Birds and the Fire

Josef Strau

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Josef Strau zählt zu den eigenwilligsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation. Über viele Jahre lebte und arbeitete er in Köln, Mexico City und New York, bevor er nach Wien zurückkehrte. Sein Werk bewegt sich zwischen Malerei, Skulptur, Film, Architektur und Literatur, und damit oft außerhalb eindeutiger Zuordnung zu einzelnen Medien.

Im Zentrum von Straus künstlerischer Praxis steht die Frage, was es für ihn überhaupt bedeutet, Kunst zu produzieren. Seit den späten 1980er-Jahren entwickelt er Formen einer sogenannten „nonproductive attitude“, mit denen er die Vorstellung einer kontinuierlichen künstlerischen Produktivität und die damit inhärent verbundenen kulturellen Wertvorstellungen des Kunstbetriebs vermeidet. Nicht nur das Herstellen, sondern auch das Sammeln, Verwerfen, Wiederaufnehmen, Schreiben und Ausstellen werden bei ihm zu eigenständigen künstlerischen Handlungen verwertet. Dabei wird nahezu eine Metaphysik der sich selbst generierenden nach außen abgeschlossenen Produktionserzählungen, zum Beispiel die von ihm erfundenen Hypostasizismen, experimentell verfolgt. „Hypostase“ bezeichnet das Hervorgehen bzw. „Herabsteigen“ einer geistigen Idee oder Wirklichkeit in eine niedrigere, materielle Sphäre – bei Strau also die Vorstellung, dass sich Gedanken gerade durch einfache materielle Vorgänge und Experimente in der Welt manifestieren können.

— Halle für Kunst Steiermark