Leroy Johnson (1937 – 2022) entwickelte über Jahrzehnte eine eigenständige künstlerische Praxis, die eng mit dem urbanen Leben seiner Heimatstadt Philadelphia verbunden ist. Bevor er sich vollständig der Kunst widmete, arbeitete Johnson unter anderem als Lehrer, Sozialarbeiter, Rehabilitationsberater und Schuladministrator. Seine künstlerische Arbeit entstand außerhalb akademischer und institutioneller Strukturen und aus einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit den Straßen, Nachbarschaften und sozialen Veränderungen der Stadt.
Johnson arbeitete mit den Materialien seiner direkten Umgebung: Holz, Karton, Fotografien, Verpackungen, Keramik und anderen Fundstücken. Für ihn waren diese Dinge niemals bloß Abfall, sondern Träger bereits vorhandener Geschichten. In Collagen, Malereien und Skulpturen ordnete er sie neu, verdichtete sie und verband sie mit persönlichen Erinnerungen und gesellschaftlichen Erfahrungen.

The Urban Expressionist
Leroy Johnson
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