Arthur Jafa gilt als eine der wichtigsten Stimmen der Gegenwartskunst und APEX als eines seiner Hauptwerke. Hier wird man von Bildern bombardiert, die sich nie festsetzen und die ständig zwischen der Schönheit und dem Grauen hin- und herwechseln, die in der schwarzen amerikanischen Kultur so untrennbar miteinander verbunden sind.
Der amerikanische Künstler Arthur Jafa (geb. 1960) beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Bildern der schwarzen amerikanischen Kultur. Der Ausgangspunkt seiner künstlerischen Praxis ist der Ehrgeiz, eine schwarze amerikanische Filmkultur mit „derselben Schönheit, Kraft und entfremdenden Wirkung wie schwarze Musik“ zu entwickeln.
In den Werken des Künstlers sehen wir oft schwarze Schönheit, Virtuosität und Genialität, die aus dem Grauen – nicht zuletzt Amerikas Sklavengeschichte und deren Nachwirkungen – erwachsen, geformt und genährt werden.
Es gibt Bilder von schwarzen amerikanischen Performern wie Miles Davis, Außerirdischen und Monstern aus Hollywood-Filmen wie Alien, ethnografische Bilder verschiedener afrikanischer Völker, Personen mit Blackface-Make-up, Mickey Mouse, kleine Tiere unter dem Mikroskop, Bilder von Massakern und Lynchmorden, Bürgerrechtlern, erhabene Kunstwerke und Raumschiffe.
APEX ist ein zugleich überwältigendes und meditatives Werk, das den Betrachter mit Bildern bombardiert, die sich nicht festsetzen. Stattdessen erzeugt das Werk eine starke Stimmung, etwas, das sozusagen zwischen den Bildern entsteht und sich um die enge Verbindung von Schönheit und Grauen in der schwarzen amerikanischen Kultur dreht.
Das Werk APEX, das hier im Großen Saal gezeigt wird, ist Teil der Louisiana-Sammlung und wurde mit Mitteln des Museumsfonden af 7. dec. 1966 und Spenden über louisiana.dk erworben.

Arthur Jafa: APEX
23. Juni – 27. Sept., 2026





