Kusama-Installation

Dauerausstellung

Die Installation „Gleaming Lights of the Souls“ der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama ist eines der beliebtesten Werke des Museums. Die Installation aus dem Jahr 2008 besteht aus einem Raum, dessen Wände und Decken mit Spiegeln verkleidet sind, der Boden ist ein Wasserspiegel und man steht auf einer Plattform inmitten des Wassers.

Von der Decke hängen hundert Lampen und ein Relais lässt das Licht in sanften Übergängen die Farbe wechseln – so werden wir als Betrachter selbst Teil der räumlichen Tiefe, des Pulses und des Universums der Installation. Gleaming Lights of the Souls ist ein durch und durch lyrisches Werk.

„So unendlich dieser Raum für die Sinne ist“, schreibt Poul Erik Tøjner in seinem Louisiana-ABC, „so endlich und präsent wird er auf einmal, wenn der eigene Herzschlag mit der Verwandlung der Farben in Einklang gerät und das stille Pendeln des Raumes zwischen den schönsten Farben und Kombinationen sein eigenes feines Elektrokardiogramm zeichnet, ja, es geht direkt ins Herz.“

Ihr zweites Leitmotiv war skulptural und bestand aus Anhäufungen – Akkumulationen. Es sieht aus wie Surrealismus, aber es ist einfach Kusama: phallische Formen aus ausgestopftem Stoff, ein gigantisches Universum kleiner Peniskissen, die scheinbar alles erobern konnten – Möbel, Schuhe, ganze Räume – silberfarben oder anders koloriert.

Kusamas frühes Werk hatte einen deutlich handwerklichen Charakter, der auf die japanische Kalligraphie zurückgeführt werden könnte, aber in New York lernte sie schnell das größere künstlerische Feld jenseits der Hand kennen – den öffentlichen Raum, die Kunstszene, die Medien, die Berichterstattung, die Fotografien, das Klischee – und ihre Aktivitäten in den 1960er Jahren, als sie Filme und Performances schuf, die sowohl institutionskritisch als auch sexuell orientiert waren, einen Modeboutique eröffnete und viel präsent war, auch in der Presse, erinnern stark an Warhol.

Louisiana Museum of Modern Art