Lynda Benglis

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Seit mehr als fünf Jahrzehnten experimentiert die amerikanische Künstlerin Lynda Benglis mit Materialien in einem spielerischen, körperlichen und unvorhersehbaren Werk, das unser Verständnis dessen erweitert, was Skulptur sein kann.

In einer Karriere von mehr als 50 Jahren hat die amerikanische Künstlerin Lynda Benglis die Unterscheidungen zwischen Malerei und Skulptur herausgefordert und ein Werk geschaffen, in dem Materialien zu fließen, sich zu falten und ein Eigenleben zu entwickeln scheinen.

Lynda Benglis (geboren 1941 in Lake Charles, Louisiana) wurde in einer kürzlich erschienenen Rezension der New York Times als „die schelmische Alchemistin der Kunstwelt“ bezeichnet, da sie Latex, Wachs, Metall, Glas, Papier und Schaumstoff in Werke verwandelt, die gleichzeitig spielerisch, viszeral und unerwartet sind.

In den späten 1960er-Jahren erregte Benglis erstmals Aufmerksamkeit mit ihren berühmten „Pours“, bei denen fluoreszierende Pigmente und flüssiger Latex direkt auf den Boden gegossen wurden, wodurch die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur und Raum verschwammen.

Seitdem hat sie unermüdlich die Fähigkeit von Materialien erforscht, Form anzunehmen – geknotet, gefaltet, gedehnt, aufgehängt oder fließend – in Werken, die etwas von der Energie der Bewegung und Transformation bewahren. Sie erweitert kontinuierlich die Grenzen der Skulptur und gestaltet unser Verständnis dessen, was sie sein kann, neu.

Benglis’ Praxis wird von einer seltenen Kombination aus physischer Intuition und experimenteller Freiheit angetrieben. Ihre Formen sind gleichzeitig organisch und abstrakt, sinnlich und monumental. Diese Ausstellung, die Werke von den späten 1960er-Jahren bis zu jüngeren Arbeiten zusammenführt, bietet einen Einblick in eine der einfallsreichsten und einflussreichsten künstlerischen Praktiken unserer Zeit.

Porträtfoto: Billie Scheepers

Louisiana Museum of Modern Art
Quelle: louisiana.dk/en/exhibition/lynda-benglis