Der deutsche Martin Kippenberger (1953-1997) gilt als eines der größten künstlerischen Talente seiner Generation. In dieser ersten größeren internationalen Präsentation seines Werkes seit vielen Jahren versucht Louisiana, das Verständnis für Kippenberger und das komplexe Zusammenspiel zwischen seinem Auftreten, seinen Werken und seiner Praxis neu zu bewerten und zu aktualisieren.
Unter den wiederkehrenden Motiven und Themen im facettenreichen Werk des deutschen Künstlers Martin Kippenberger (1953-1997) ist die größte Konstante zweifellos Martin Kippenberger selbst. Er ist überall präsent, in Skulpturen, Gemälden, Installationen und Videos. Ja, selbst wenn er nicht explizit abgebildet ist, ist er oft dennoch anwesend.
In dieser Ausstellung – der ersten größeren internationalen Präsentation seines Werkes seit fast einem Jahrzehnt – wird sich Louisiana auf das komplexe und dynamische Zusammenspiel zwischen Kippenbergers künstlerischem Schaffen, seiner kuratorischen Praxis und seiner Selbstmythologisierung konzentrieren.
Hinzu kommt eine umfassende Auswahl an Archivfotos und filmischem Material. Darüber hinaus umfasst die Ausstellung Videoarbeiten von Andrea Fraser und Heimo Zobernig, die sich beide kritisch mit Kippenbergers konstruierter Selbstdarstellung auseinandersetzen.
Ein zentrales Element der Ausstellung wird eine vollständige Rekonstruktion von Frauenkunst – Männerkunst sein, der Ausstellung, die Kippenberger 1993 für das Fridericianum in Kassel kuratierte. Diese Präsentation wird etwa 70 weitere Werke aus der eigenen Privatsammlung des Künstlers umfassen, die mit Werken von Kippenberger selbst kombiniert werden. Zu den hier vertretenen Künstlern gehören Zoe Leonard, Albert Oehlen, John Baldessari und Cindy Sherman.

Martin Kippenberger
Öffnet in 162 Tagen





