Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von Studierenden und Absolvent*innen zweier Ateliers der Fakultät für Bildende Künste der Technischen Universität Brünn – des Ateliers für Raumgestaltung und des Ateliers für Zeichnung und Grafik. Zwischen den beiden Werkgruppen entsteht ein Dialog, in dem sich räumliches Denken mit Ansätzen überschneidet, die weit über die Ebene der Fläche hinausgehen.
Das Atelier für Raumgestaltung arbeitet mit Formen, die vom skulpturalen Objekt über Installationen sowie kinetische und audiovisuelle Arbeiten bis hin zu ortsspezifischen Interventionen reichen. Gemeinsame Merkmale der präsentierten Arbeiten sind der Fokus auf materielle Erfahrung, die physische Präsenz des Werks im Raum sowie die Arbeit mit Bewegung, Klang, Licht und Zeit und ein sensibler Bezug zum Kontext ihrer Entstehung ebenso wie zu den Umgebungen, für die sie bestimmt sind oder in denen sie erscheinen können.
Das Atelier für Zeichnung und Grafik begreift beide Medien als ein offenes Feld, auf dem sich die Künstler*innen frei bewegen können, ohne durch ihre Verankerung in der Tradition eingeschränkt zu sein. Zeichnung überschreitet dabei häufig die Vorstellung der Fläche und fungiert als autonome Aussage, als Aufzeichnung einer Geste, als Eingriff in das Material sowie als Mittel zur Analyse von Raum, Körper oder räumlichen Situationen.
Die ausgestellten Arbeiten oszillieren zwischen Zartheit und Zerstörung, zwischen Dokumentation und Objekt, zwischen Fläche und ihrer Verwandlung in ein räumliches oder installatives Element. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln setzen sie sich konsequent mit der heutigen postdigitalen Gegenwart auseinander, filtern sie durch manuelle Arbeit und stellen sie dadurch zugleich infrage und verlangsamen sie. Das Ergebnis dieser medialen und fachlichen Konfrontation ist die Auflösung etablierter Kategorien mit einem Fokus auf deren Durchlässigkeit und Fluidität: Der Dialog zwischen Fläche und Raum berührt somit auch die Wandelbarkeit unseres Verhältnisses zum Bild im weitesten Sinne sowie die ständige Wechselwirkung zwischen unseren Erwartungen und der unmittelbaren Wahrnehmung.
Ausstellende Künstler*innen: Šimon Chovan, Dávid Koronczi, Daniela Ponomarevová, Denisa Ponomarevová / Adam Hejduk, Maedeh Hoseini, Mikuláš Mitana, Alois Sklenář, Berenika Syrová, Magdalena Šimurdová, Lukáš Vacek, Zuzana Zemanová
Aus organisatorischen Gründen wurde die Ausstellung um drei Tage verkürzt und endet daher bereits am Sonntag, dem 12. Juli. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

FaVU VUT | Flächen & Räume
Von Markéta Žáčková
18. Apr. – 12. Juli, 2026


