Gegen den Strom. Die Surrealistische Gruppe. 1934–2024

Von PhDr. Anna Pravdová, Ph.D.

Öffnet in 131 Tagen

Zehn Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Surrealismus-Manifests durch André Breton wurde am 21. März 1934 in Prag die Surrealistische Gruppe in der Tschechoslowakei gegründet. Sie entwickelte sich bald zur zweitbedeutendsten Gruppe nach der Pariser und Anfang 1935 veranstaltete der Künstlerverein Mánes die erste Ausstellung der Surrealistischen Gruppe in der Tschechoslowakei, woraufhin André Breton nach Prag kam. Danach wurde in Prag der allererste Internationale Bulletin des Surrealismus herausgegeben. Seitdem hat die Freundschaft zwischen der Pariser und der Prager Gruppe trotz verschiedener historischer Wirren Bestand gehabt. Die Prager Gruppe setzte ihre Aktivitäten auch nach André Bretons Tod im Jahr 1966 fort und ist bis heute aktiv.

Das Buch und die Ausstellung präsentieren diese weltweit außergewöhnliche Kontinuität des tschechischen Surrealismus und konzentrieren sich auf den intergenerativen Dialog im Werk der einzelnen Künstler.

Gleichzeitig wird die Einzigartigkeit der tschechischen Gruppe gezeigt, deren Aktivitäten größtenteils im Untergrund stattfanden, was zu einer ständigen Auseinandersetzung mit den Grundthesen des Surrealismus, deren Neubewertung und dem Stellen neuer Fragen führte. Abschließend bestätigt die Ausstellung, dass die surrealistische Gruppe in der Tschechischen Republik immer noch aktiv ist.

National Gallery Prague