Achtundeinhalb Wochen. Daniel Chodowiecki. Dokumentarist einer Epoche

Von Maja Mociewicz, Alicja Andrzejewska-Zając

8. Mai – 5. Juli, 2026

Reisen Sie mit der zweiten Ausstellung von Daniel Chodowieckis Werken zurück ins 18. Jahrhundert! Vom 8. Mai bis zum 5. Juli sind seine Stiche und Zeichnungen in der Abteilung für Alte Kunst des Nationalmuseums in Gdańsk unter dem Motto „Dokumentarist einer Epoche“ zu sehen.

Im Jahr 2026 feiern wir den 300. Geburtstag dieses für Gdańsk sehr wichtigen Künstlers. Aus diesem Anlass haben die Kuratorinnen des Nationalmuseums in Gdańsk, Alicja Andrzejewska-Zając und Maja Mociewicz, eine Reihe von Ausstellungen vorbereitet, die die wichtigsten Themen seines Schaffens vorstellen. Die erste handelte von der neuen aufklärerischen Herangehensweise an die Familie, die zweite zeigt Chodowieckis außergewöhnliche soziale Sensibilität und Beobachtungsgabe.

– Chodowieckis Werk ist ein unglaublich reiches Zeugnis des gesellschaftlichen Lebens der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Indem er illustrative Zyklen für populäre belletristische und wissenschaftliche Publikationen sowie die damals beliebten Taschenkalender schuf, gab er die Details von Kostümen, Inneneinrichtungen, Architektur und Bräuchen akribisch wieder – sagt Maja Mociewicz, eine der Kuratorinnen der Ausstellungsreihe „Achtundeinhalb Wochen“.

Auf der Suche nach Inspiration und malerischen Motiven durchstreifte der Künstler oft die Berliner Straßen. Er verewigte die Lieblingsspazierorte der Berliner, skizzierte nach der Natur die beliebtesten Formen der Erholung und Freizeitgestaltung. Er zeichnete die Menschen, denen er begegnete, und beobachtete deren Alltag. Er dokumentierte die Situation der Stadt nach dem Siebenjährigen Krieg (1756–1763), dessen sichtbare Folgen auf den Straßen Kriegsgefangene und Invaliden, Bettler, Marketenderinnen mit Kindern sowie faszinierende Vertreter der 1763 in Berlin eingetroffenen türkischen Gesandtschaft waren.

National Museum in Gdańsk