Die Ausstellung versammelt Skulpturen, Gemälde und Kunsthandwerk, die in Danzig vom frühen 13. bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vorhanden waren. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Funktionen gelegt, die sie im Leben der ehemaligen Danziger erfüllten. Die Ausstellung ist in drei Zonen unterteilt. Die erste präsentiert kirchliche Kunst, die zweite – Objekte, die mit der öffentlichen Tätigkeit der Bürger verbunden sind, die dritte – Gegenstände, die den privaten Raum eines Danziger Hauses füllen.
Ebenso wichtig ist die Trennung zwischen Mittelalter und Neuzeit. Die Grenze zwischen ihnen wird durch die Reformation markiert – eines der wichtigsten Phänomene nicht nur in der Geschichte Europas, sondern auch in der Geschichte Danzigs. Im Ausstellungsraum werden beide Epochen symbolisch durch ein Portal aus der St. Katharinenkirche getrennt.
Im Leben mittelalterlicher Gemeinschaften nahm die Religion eine zentrale Stellung ein. Frömmigkeit manifestierte sich auf verschiedene Weisen. Neben der Teilnahme an Gottesdiensten drückte sie sich in Fasten, Wallfahrten, dem Praktizieren guter Taten und zahlreichen künstlerischen Stiftungen aus. Eine besondere Rolle spielten gemalte oder geschnitzte Retabel (auch Altaraufsätze), die auf dem Altar aufgestellt wurden. Um den eucharistischen Tisch konzentrierte sich das religiöse Leben der Gemeinschaft. Daher die zahlreiche Präsenz von Retabeln oder deren Fragmenten in der Ausstellung.
Im neuzeitlichen, und somit bereits protestantischen Danzig, war die Religion im gesellschaftlichen Leben immer noch sehr wichtig. Die Formen der Frömmigkeit änderten sich jedoch und wurden wesentlich einfacher als die katholischen. Dies spiegelte sich auch in den damals entstandenen Kunstwerken wider.

Fromme und tugendhafte Danziger der Vergangenheit im Spiegel der Kunst
15. Mai 2021 – 31. Dez. 2026





