Aria vereint Film und Musik in einer nachdenklichen Installation, die menschliche Beziehungen und Trennung berührt.
Basierend auf Fragmenten der antiken Opernerzählung von Don Quijote, erforscht Ea Verdoners Videoinstallation Liebe, Dissoziation und die zerbrechliche Grenze zwischen Fiktion und Realität.
Die Erzählung spielt in einem Haus außerhalb Kopenhagens, wo eine Frau von einem Mann gefesselt ist, der gegen unsichtbare Kräfte kämpft. Die Ausstellung lädt uns ein, in das Werk einzutreten und die komplexe Beziehung zwischen den beiden Menschen zu bezeugen.
Aria ist ein intimes Porträt, das die Spannung zwischen physischen und mentalen Welten untersucht. Es reflektiert die stille Erschöpfung und Entfremdung, die mit zeitgenössischen Problemen verbunden sind. Das Werk hinterlässt einen Raum, in dem Zeit, Realität und Fantasie verschoben werden – und wo das Sehen und Gesehenwerden verhandelt wird.
Aria kommt aus dem Italienischen und bedeutet 'Luft'. Das Wort 'Aria' begegnet uns auch als musikalische Bezeichnung für die emotionalen Solostücke der klassischen Oper, die oft den Höhepunkt der Aufführung bilden. Die Ausstellung leiht sich aus dem Melodrama und den ausgedehnten emotionalen Momenten des Operngenres – wo die Zeit angehalten wird und Emotionen Gestalt annehmen.
Aria ist keine Ausstellung mit einer Chronologie. Es ist keine klassische Ausstellung, die wir betrachten. Es ist eine Ausstellung, in der man sich befindet – ein Zustand des Augenblicks und kein Narrativ.
Während der Ausstellung wird es zudem möglich sein, eine Reihe von Performances zu erleben, die das musikalische Universum des Films erweitern und von den Komponisten Cæcilie Trier und August Rosenbaum u.a. aufgeführt werden.
Über die Künstlerin Ea Verdoner ist eine bildende Künstlerin mit choreografischem Hintergrund und hat nach ihrem Abschluss an der Statens Scenekunstskole (2007), dem International Center of Photography (2014) und der Roskilde Universitet (2016) eine künstlerische Praxis entwickelt, die sich in Installations- und Performancekunst sowie Fotografie, Film und Text äußert. Verdoner stellte zuvor 'Celeste' bei Copenhagen Contemporary (2022) aus und schuf das Werk 'Opløsning i Cisternerne' (2025).
Die Künstlerin dankt folgenden Unterstützern: Statens Kunstfond, Augustinus Fonden, Hoffmann og Husmans Fond, William Demant Fonden, Knud Højgaards Fond, Lemvigh-Müller Fonden und Overretssagfører Zeuthens Legat.

EA VERDONER
30. Aug. – 22. Nov., 2026
Quelle: brandts.dk/udstillinger/aria



