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Bestiarium

Von Grażyna Bastek Przemysław Deles Łukasz Kozak

20. Nov. 2026 – 14. März 2027

Ziel der Ausstellung ist es zu zeigen, wie der Mensch im Laufe der Jahrhunderte versucht hat, Tiere zu verstehen, zu klassifizieren, zu zähmen, zu nutzen und Beziehungen zu ihnen aufzubauen.

Diese Themen finden in der Kunst und Kultur vieler Zivilisationen eine reiche und vielschichtige Entsprechung.

Die Ausstellung ist problemorientiert und kritisch. Ihre aufeinanderfolgenden Teile zeigen Vorstellungen über die Herkunft der Tiere und ihren Platz in der Weltordnung, von Schöpfungsmythen über Gottheiten mit tierischen Zügen bis hin zu fantastischen Mischwesen aus Legenden, Märchen und Kunst. Anschließend werden die Anfänge eines wissenschaftlichen Zugangs zu Tieren vorgestellt, von den frühneuzeitlichen Wunderkammern bis zu Kupferstichen und naturkundlichen Atlanten, Traktaten und Reiseberichten. Den Abschluss der Ausstellung bildet eine Reflexion über das praktische, emotionale und kulturelle Verhältnis des Menschen zu Tieren, das in Kunstwerken und Gebrauchsgegenständen sichtbar wird. Zu den gezeigten Exponaten gehören Objekte aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Grafik, Zeichnung, Goldschmiedekunst, Möbelbau, Keramik, Textilien, künstlerische Installationen und Fotografie sowie Erzeugnisse aus tierischen Materialien, etwa Schildpatt, Federn und Knochen, Pergament oder Kordovan.

Der letzte Teil der Ausstellung widmet sich den heutigen Beziehungen zwischen Menschen und Tieren sowie wichtigen Fragen rund um das Artensterben, den Klimawandel und den sich abzeichnenden Wandel (auch im Recht) im Umgang mit Tieren.

Kuratoren: Grażyna Bastek, Przemysław Deles, Łukasz Kozak

— National Museum in Warsaw