In diesem Jahr eröffnet das Nationalmuseum in Warschau den Zyklus
Im Rahmen einer neuen Ausstellungsreihe „InterNationalgalerie“ wird die Alte Nationalgalerie in den kommenden Jahren Nationalgalerien und Museen aus aller Welt einladen, ihre Sammlungen in einem eigens dafür vorgesehenen Raum zu präsentieren.
Im Jahr 1876 eröffnete Kaiser Wilhelm I. die „National-Galerie“, die heute als Alte Nationalgalerie bekannt ist und seit 1999 als Teil des Ensembles Museumsinsel Berlin auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Auf dem Giebelfeld steht die Inschrift „Der deutschen Kunst“. Doch die neu eröffnete Nationalgalerie zeigte nicht ausschließlich in Deutschland entstandene Kunst. Schon die Schenkung des Bankiers Wagener, der dem preußischen König 262 Werke überließ und damit den Grundstein der Nationalgalerie legte, umfasste neben deutschen auch italienische, französische, schweizerische und belgische Künstler.
Im Rahmen der neuen Reihe wird die Alte Nationalgalerie ab 2026 regelmäßig Nationalgalerien und Museen aus aller Welt einladen, ihre Sammlungen in einem eigens dafür vorgesehenen Museumsraum zu präsentieren. Wie interpretieren diese Institutionen ihr historisches Erbe, um eine zukunftsweisende Museumspraxis zu gestalten? Wie kontextualisieren sie ihre Sammlungen? In welche Richtung entwickeln sie ihre künftigen Programme angesichts sich wandelnder Fragen, Bedürfnisse und Herausforderungen? Der Zyklus beginnt mit dem Nationalmuseum in Warschau – einer der größten und ältesten polnischen Museumsinstitutionen.
Unter dem Titel „Mythen erfinden“ hat die Direktorin des Nationalmuseums in Warschau, Agnieszka Lajus, in Absprache mit Anette Hüsch, Direktorin der Alte Nationalgalerie, acht Werke ausgewählt, die von der Geschichte der sich wandelnden kulturellen und politischen Situation in Polen erzählen, von Freiheit, Kunst und dem Leben der Künstler über drei Jahrhunderte – vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Darunter ist „Der polnische Hamlet – Porträt von Aleksander Wielkopolski“ aus dem Jahr 1903 des bedeutendsten polnischen Symbolisten, Jacek Malczewski (1854–1929).
Im Rahmen der Ausstellung wird eine kostenlose Broschüre erscheinen, die ein Interview und Essays von Agnieszka Lajus und Anette Hüsch enthält.
Alte Nationalgalerie – Staatliche Museen, Berlin (Deutschland)

Mythen erfinden
Von Agnieszka Lajus
19. Juni 2026 – 17. Jan. 2027




