Diese Einzelausstellung von Przemysław Piniak, einem vorzeitig verstorbenen Intermedia-Künstler, ist der erste institutionelle Versuch, sein Werk umfassender zu betrachten. Die Kuratoren der Ausstellung folgen der von ihm geschaffenen Mythologie und seiner charakteristischen Ästhetik des Exzesses. Die hier präsentierten Skizzen, Objekte und Gemälde auf Leinwand und Möbelfronten sollen keine eigenständige Retrospektive bilden. Der Titel der Ausstellung ist der Satz „poszło w pięty“ („es ging daneben“), den der Künstler häufig verwendete; er beschreibt sowohl Piniaks eigene Herangehensweise an die Kunstwelt als auch das Gefühl von Scham und die Überzeugung eines unvermeidlichen negativen Urteils, die in seinem Werk verinnerlicht sind. In den von Piniak geschaffenen visuellen und textuellen Erzählungen wandern übertriebene Figuren durch eine ständig verfallende Stadt und suchen Trost im Konsum. Hier bedeutet jede Abweichung von der Norm gesellschaftliche Verurteilung, und der Wunsch nach Sichtbarkeit und die Zelebrierung des eigenen Status sind mit der Erfahrung der Ablehnung und Beurteilung durch andere verknüpft. Die Ausstellung wird auch Stimmen und Interventionen von Freunden des Künstlers umfassen, um die Bedeutung von Beziehungen und Gemeinschaften in einer Kunstwelt hervorzuheben, die sich auf die Feier von Individuen konzentriert.

PINIAK PRZEMYSŁAW TRIFF, WO ES WEHTUT
Von Szymon Maliborski, Gabriela Skrzypczak, Przemek Sowiński
25. Apr. – 23. Aug., 2026



