Wurzeln und Himmel. Das polnische Kapitel in der Sammlung der Nationalen Kunstgalerie Kiew

12. Juni – 18. Okt., 2026

Ab dem 15. Mai haben Besucher in Polen zum ersten Mal die Möglichkeit, Werke aus der Sammlung der Nationalen Kunstgalerie Kiew, einem der bedeutendsten Museen der Ukraine, zu besichtigen.

Das 1922 gegründete Museum besitzt eine reiche und vielfältige Sammlung von etwa vierzehntausend Objekten, hauptsächlich Gemälden aus dem 13. Jahrhundert bis heute. Der Kern des Bestandes der Galerie bilden Werke, die aus privaten Kiewer Sammlungen stammen und während der Sowjetzeit verstaatlicht wurden. Zu den wertvollsten und bekanntesten gehören die Sammlungen der Familien Tereshchenko und Khanenko sowie die von Oskar Hansen.

Ein bedeutender Teil der Sammlung der Nationalen Kunstgalerie Kiew besteht aus Werken polnischer Künstler des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Obwohl relativ bescheiden im Umfang, ist sie von erheblichem künstlerischen und historischen Interesse. In Polen blieb sie der breiten Öffentlichkeit jedoch bisher weitgehend unbekannt.

Das Team des Nationalmuseums in Kraków, das vom Kiewer Museum zur Zusammenarbeit an dem Projekt eingeladen wurde, wählte zusammen mit seinen Partnern Werke von neun polnischen Malern aus. Die ausgewählten Werke, die verschiedene künstlerische Perioden – vom frühen Romantismus bis zur Zwischenkriegszeit – repräsentieren, sind sowohl stilistisch als auch ikonografisch auffallend vielfältig.

Die Ausstellung, die in der Malarnia-Halle der Galerie der polnischen Kunst des 19. Jahrhunderts präsentiert wird, bietet dem polnischen Publikum die Möglichkeit, bisher in Polen ungesehene Werke folgender Künstler kennenzulernen: Aleksander Orłowski (1777–1832), Henryk Siemiradzki (1843–1902), Wilhelm Kotarbiński (1848–1921), Stefan Bakałowicz (1857–1947), Jan Ciągliński (1858–1913), Leon Wyczółkowski (1852–1936), Leon Kowalski (1870–1937), Stanisław Żukowski (1873–1944) und Marian Stroński (1892–1977).

Kuratorinnen: Dr. Beata Studziżba-Kubalska, Halyna Alaverdova Koordinatorinnen: Gabriela Kuleczko, Katarzyna Stolarz Ausstellungsgestaltung: Anna Popławska-Szilder

National Museum in Kraków