Sammlung – Motivationen. Schenkungen für die Numismatische Abteilung von 2016 bis 2026

12. Mai – 6. Sept., 2026

Es ist nun zehn Jahre her, seit die Ausstellung „Sammlungsevolustion“ im MNK Czapski stattfand, die die Schenkungen des Numismatischen Kabinetts zwischen 2000 und 2016 präsentierte. Damals zeigten wir eine Auswahl von insgesamt fast 30.000 Objekten, die unsere Sammlung in diesem Zeitraum bereichert hatten. Ein so dynamisches und – was den Umfang betrifft – einzigartiges Wachstum unserer Sammlung wurde durch die unermüdliche und außergewöhnliche Großzügigkeit unserer Spender ermöglicht.

Die Ausstellung bot die Gelegenheit, den Einfluss von Schenkungen nicht nur auf das Wachstum,

sondern auch auf die Entwicklung der in unserem Museum aufbewahrten Sammlung zu zeigen. Diese großen Schenkungen, oft in Form spezialisierter Sammlungen, gaben häufig neue Richtungen für ihre Entwicklung vor und beeinflussten Forschungsinteressen. Im Gegenzug füllten die weniger zahlreichen oder einzelnen Objekte oft Lücken, die sowohl in privaten als auch in musealen Sammlungen so unerwünscht sind.

Das letzte Jahrzehnt hat gezeigt, dass wir weiterhin das Vertrauen der Spender genießen, zu denen sowohl Numismatiker als auch Personen gehören, die keinerlei Verbindung zu diesem Forschungsgebiet oder dem immens populären Hobby, das sich auf das Sammeln konzentriert, haben. Unsere Sammlung ist erneut gewachsen, diesmal

um fast 10.000 numismatische Objekte, die uns von einer großen Gruppe von Spendern übergeben wurden. Darunter befinden sich Münzen aus allen historischen Perioden und den entferntesten Winkeln der Welt. Wir haben auch zahlreiche Exemplare, die in Gold geprägt wurden,

sowie einzigartige Objekte, mit denen sich dank unserer Spender heute nur unser Museum rühmen kann. Ein bedeutender Teil der Sammlung besteht aus Archivmaterialien, die sich auf das Leben und Werk von Forschern und Sammlern beziehen.

Darüber hinaus umfasste die uns über das Ministerium für Kultur

und Nationales Erbe übertragene Sammlung über 13.000 Objekte, von denen die meisten von Soldaten des 2. Korps der polnischen Streitkräfte unter General Władysław Anders (1892–1970) in Palästina zusammengetragen wurden.

In der aktuellen Ausstellung möchten wir – anhand einiger Beispiele – die verschiedenen Motivationen vorstellen, die unsere Spender leiteten, als sie uns entweder einzelne Objekte oder über Jahrzehnte aufgebaute Sammlungen oder Familienerbstücke anvertrauten.

All diesen Menschen – in dem Jahr, in dem wir den 130. Todestag von Emeryk Hutten-Czapski (1828–1896)

und den 110. Todestag seiner Frau Elżbieta (1832–1916), den Gründern des Emeryk Hutten-Czapski Museums – widmen wir diese Ausstellung.

Kurator: Mateusz Woźniak

National Museum in Kraków