Szapocznikow. Persönlich

20. März – 23. Aug., 2026

Die brutalen Formen von Alina Szapocznikows Werken – zackige, deformierte Figuren – und der Naturalismus ihrer Polyesterabgüsse zeichnen sich durch eine starke Ausdruckskraft aus.

Die Bildhauerin begann jedoch mit einem für den Sozialistischen Realismus charakteristischen Stil, den sie ganz auf ihre eigene Weise interpretierte. Im Laufe der Zeit entfernte sie sich sehr weit von der sozialistisch-realistischen Konvention. Durch ihre Arbeit verarbeitete sie die schmerzhaften Erinnerungen an die Kriegsjahre – sie war als Teenagerin Gefangene in Konzentrationslagern und verlor infolge des Holocausts einige ihrer Liebsten. 1969 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert – fortan bezog sie sich in einer mutigen, in der Kunst beispiellosen Weise direkt und ehrlich auf ihre Krankheit.

Trotz dieser dramatischen Erfahrungen versuchte sie in ihren Werken, die sinnlichen und erotischen Aspekte der menschlichen Existenz hervorzuheben.

Im Zentrum von Alina Szapocznikows Werk steht der Körper, der als Vermittler sowohl dramatischer Geschichten als auch sinnlicher Lust dient. Der Körper – der eigene und der eines anderen; das Gesicht, aus dem, wie in Herbarium, das gesamte Spektrum der Emotionen und die Tiefe des Symbolismus abzulesen sind. Die Ausstellung soll den Betrachter fast haptisch ansprechen – trotz der Unmöglichkeit, die Kunstwerke zu berühren, soll ein Gefühl körperlicher Nähe geschaffen werden. Der kleine Ausstellungsraum ermöglicht eine wirklich persönliche Verbindung zwischen dem Publikum und Szapocznikows Sensibilität.

Agata Małodobry

Kuratorin: Agata Małodobry

Koordinatorin: Gabriela Kuleczko

Ausstellungsdesign: Marta Staszków

National Museum in Kraków
Quelle: mnk.pl/en/wystawy/szapocznikow-personal