Die Tiere zogen im 19. Jahrhundert in die Kunst ein.
Beeinflusst von neuen Wissenschaften, Zoos, der aufkommenden industriellen Landwirtschaft, Tierrechten und dem Einzug von Haustieren erhielten Tiere eine neue Rolle. Sie waren nicht länger nur ein Hintergrundmotiv, sondern wurden nun eigenständig mit Charakter und Ausdruck dargestellt.
Baryes künstlerischer Ansatz zu Tieren war geprägt von anatomischer Präzision und wissenschaftlichem Interesse. Zusammen mit seinem Künstlerkollegen Eugène Delacroix studierte Barye die Körper von Tieren durch Sektionen im Naturhistorischen Museum in Paris und beobachtete lebende Tiere im Zoo des Jardin des Plantes.
Seine Werke kombinieren Naturstudien mit künstlerischer Fantasie und dramatischen Kompositionen, was ihn zu einem Pionier der Tierskulptur machte und ihm den Beinamen 'Michelangelo der Menagerie' einbrachte. So wie Michelangelo den menschlichen Körper beherrschte, beherrschte Barye den Tierkörper – mit derselben anatomischen Präzision und dramatischen Kraft.

Der Einzug der Tiere – Skulpturen von Antoine-Louis Barye
Dauerausstellung





