Einst war hier ein Sumpf am Rande der Stadt. Ein Holzhafen und ein Krankenhaus für Prostituierte mit Geschlechtskrankheiten. Heute steht hier eine Kopenhagener Ikone mit einer goldenen Kuppel nach Pariser Vorbild.
Das Gebäude der Glyptotek ist das größte Werk des Museums. Es steht als Denkmal im Herzen Kopenhagens und schafft einen ganz besonderen Rahmen für die antiken Kunstwerke und Kunstwerke des 19. Jahrhunderts des Museums. Aber welche Geschichten verbergen sich hinter den Fassaden dieses ikonischen Gebäudes voller Marmor, Mosaiken und Farben?
Spüren Sie den Marmor, probieren Sie sich im Mosaikhandwerk aus und sehen Sie wunderschöne Aquarelle und filigrane Zeichnungen aus den Händen der Architekten selbst. In der Ausstellung blicken Sie hinter die reich verzierten Fassaden und erhalten Einblicke, wie die Architekten arbeiteten, welche Gedanken hinter der Architektur stecken und wie es war, für den Brauereibesitzer Carl Jacobsen zu arbeiten, der viele Meinungen darüber hatte, wie die Gebäude aussehen sollten.
Die Glyptotek wurde 1897 von dem Brauereibesitzer Carl Jacobsen erbaut, nachdem er und seine Frau Ottilia Jacobsen ihre Kunstsammlung der Öffentlichkeit geschenkt hatten.
Er nannte sein Museum Glyptotek (eine Sammlung von Skulpturen) nach dem griechischen glyptos, was Schnitzerei oder Skulptur bedeutet, und theke, was ein Ort ist, an dem etwas gesammelt oder ausgestellt wird. Die Vision für das Museum war klar.
Carl Jacobsen wollte kein traditionelles Museum schaffen. Er wollte einen Tempel der Schönheit bauen, wo die Kunst zu allen sprechen konnte – und wo die Architektur als grandioser Rahmen dienen sollte.
Heute besteht die Glyptotek aus drei verschiedenen Gebäuden.
Der erste Teil des Museums wurde von einem der größten Architekten seiner Zeit, Vilhelm Dahlerup, entworfen, der u.a. für das Königliche Theater, das Statens Museum for Kunst, den Søpavillonen und die Dronning Louises Bro bekannt ist. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass das Gebäude nicht groß genug war, um die wachsende Kunstsammlung zu beherbergen. Das Museum musste erweitert werden, und 1906 konnte Carl Jacobsen sowohl einen Anbau des Architekten Hack Kampmann als auch den Wintergarten von Vilhelm Dahlerup einweihen.
1996 weihte das Museum einen weiteren Anbau ein, diesmal vom Architekturbüro Henning Larsens. Sowohl Hack Kampmann als auch Henning Larsen waren ebenfalls berühmte Architekten.
Kampmann ist besonders bekannt für Københavns Politigård, Aarhus Teater und Marselisborg Slot, während das Außenministerium in Riad, die Oper in Kopenhagen und Bølgen in Vejle zu den bekanntesten Gebäuden des Büros gehören.
Auf den ersten Blick mag die Architektur der Glyptotek etwas altmodisch wirken. Doch blickt man hinter die Fassade, findet man moderne Materialien und Konstruktionsmethoden. Vilhelm Dahlerup und Hack Kampmann scheuten sich beispielsweise nicht, die damals brandneuen industriellen Materialien wie Beton, Eisen und Stahl zwischen traditionellen Materialien wie Ziegel und Marmor zu verwenden.
Carl Jacobsen lud italienische Mosaikspezialisten nach Dänemark ein, um die einzigartigen Mosaikböden des Museums zu schaffen. Und im gesamten Museum spielt das Tageslicht aus modernen Oberlichtkonstruktionen eine ganz besondere Rolle für das Erleben der Architektur und der Skulpturen.
In der Ausstellung können Sie sich darauf freuen, der einzigartigen Architektur der Glyptotek durch Fotos, Zeichnungen, Filme, Modelle und Installationen, die Ausschnitte der Gebäudekonstruktionen zeigen, ganz nah zu kommen.
Das Ausstellungsdesign entstand in Zusammenarbeit mit JAC Studio.
Die Glyptotek hat in Zusammenarbeit mit Strandberg Publishing ein reich bebildertes Buch über die Architektur der Glyptotek herausgegeben. Das Buch bietet sowohl ein fundiertes Fachwissen über die Architektur und Geschichte der Glyptotek als auch einen ästhetischen, sinnlichen Blick auf das Erleben der Gebäude selbst und das Zusammenspiel zwischen der Architektur und den Kunstwerken, die sie umrahmt.
Das Buch wurde von Jannie Rosenberg Bendsen, Kuratorin der Ausstellung, und Anna Manly herausgegeben, mit Beiträgen von Gertrud Hvidberg-Hansen, Peter Thule Kristensen, Mogens A. Morgen, Birgitte Kleis, Martin Søberg, Kasper Lægring, Claus Grønne, Anne Simonsen, Kristina Lindholdt, Jacob Ingemann Parby, Vibeke Cristofoli, Ida Overgaard Carnera, Jesper Christiansen, Eva Tind, Sophia Kalkau und Sif Itona Westerberg.
Das Buch ist im Museumsshop erhältlich.

Hinter der Fassade – Entdecken Sie die Architektur der Glyptotek
Dauerausstellung





