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Jan Knap: Fenster zum Paradies

Endet in 13 Tagen

„Ein Bild ist ein Fenster in eine tiefere Realität“, sagt Jan Knap. Fenster öffnen uns sichtbare Dinge, die einen Menschen dazu bewegen können, zu sehen, was dahinter liegt. Knap versteht seine Kunst als Meditation über das Leben. Die scheinbar naive und liebliche Darstellung sakraler Themen birgt in Wirklichkeit Dramen, die der Autor auf einzigartige Weise vermittelt – er bedient sich dabei der christlichen Symbolik, die in seinem Fall als „kontemplative Ikonographie“ bezeichnet werden kann. Diese Methode ermöglicht es dem Betrachter des Kunstwerks, über einzelne Symbole separat nachzudenken, doch im Kontext des gesamten Werks offenbart sie einen höheren Sinn. Es ist eine alte Form der Bildsprache, die die Semantik des Begriffs „Andachtsbild“ berührt.

Über die Ausstellung

AUSSTELLUNG: Jan Knap: Fenster zum Paradies

TERMIN: 04 06 – 18 10 2026 (verlängert bis 01 11 2026)

VERNISSAGE: 04 06 2026 um 19:00 Uhr

ORT: Arcidiecézní muzeum Olomouc, Galerie

KONZEPT UND KURATOREN: Miriam Kolářová, Jan Šícha

FACHLICHE ZUSAMMENARBEIT: Gabriela Elbelová, Jana Hrbáčová, Miroslav Kindl, Martina Potůčková, Miroslav Schubert, Helena Zápalková

KONSERVIERUNGS- UND RESTAURATIONSARBEITEN: Jakub Barna, Veronika Klimszová, Anna Píšťková

GRAFIKDESIGN: Kateřina Puncmannová

SPRACHLICHE REDAKTION: Zuzana Henešová

ÜBERSETZUNG: Kateřina Báňová

LEIHGEBER: Jan Knap, Erzbistum Olmütz, Bistum Leitmeritz, Nordböhmische Galerie in Leitmeritz, private Leihgeber

Museum geöffnet: Mittwoch–Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Dieses Verständnis des Schaffens unterstreicht die Tatsache, dass Knap für seinen Perfektionismus bekannt ist. Er übermalt, verschiebt Figuren und Objekte und betrachtet ein Bild oft jahrelang nicht als vollendet. Er strebt ständig danach, das, was er ausdrücken möchte, bestmöglich umzusetzen. In seinem Perfektionismus können wir seine Demut und tiefe Ehrfurcht vor dem Geheimnis sehen, das er betrachtet. Jan Knap bringt Lebendigkeit in die starre Welt der Symbole und verleiht ihr eine gewisse Zärtlichkeit. Wir blicken mit ihm auf das Heilige, das uns auf natürliche Weise zu innerer Kontemplation führt. Aus Knaps Bildern strömt uns anagogisches Licht entgegen – es zwingt uns, nach oben zu streben, zu etwas, das uns übersteigt. Knaps künstlerischer Ausdruck trägt somit die alte synekdochische Funktion heiliger Bilder – die Kommunikation des Mysteriums der Erlösung.

Publikationen und Führer

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation mit reichem schriftlichen und bildlichen Material. Darin kommen Fachstimmen und Freunde zu Wort, ältere Zeichnungen deuten die Entwicklung des Autors an, Bildreproduktionen laden ins Paradies ein und belegen den unverwechselbaren malerischen Stil.

Besucher können in der Ausstellung einen Audioführer in der App Cabinet of Wonders nutzen, die auf Telefone heruntergeladen werden kann. Dank der Nutzung von KI ist es auch möglich, mit dem elektronischen Führer zu kommunizieren.

FÜR ERWACHSENE: Audioführer zur Ausstellung „Jan Knap: Fenster zum Paradies“

FÜR KINDER: Audioführer zur Ausstellung „Jan Knap: Fenster zum Paradies“

Jan Knap (*1949)

Der Maler lebt in Planá bei Mariánské Lázně in einem von ihm renovierten gotischen Haus.

Zuvor lebte er in Deutschland, Brasilien, den USA und Italien.

Nach seiner Flucht aus der Tschechoslowakei im Jahr 1969 studierte er bei Gerhard Richter in Düsseldorf.

Erste Erfolge hatte er in Deutschland, gefolgt von weiteren Ländern, insbesondere Italien.

Er hat in renommierten Galerien in Europa und den USA ausgestellt, und sein Werk findet auch in Japan oder Taiwan Beachtung.

Jan Knap ist einer der international erfolgreichsten tschechischen Künstler.

— Olomouc Museum of Art
Quelle: muo.cz/vystavy/jan-knap-okna-do-raje