Lenka Zavadilová: Lubawka

22. Mai – 13. Sept., 2026

Die Fotoserie Lubawka (2025) von Lenka Zavadilová dokumentiert einen einst bedeutenden Bahnhof an der internationalen Bahnstrecke, die Österreich-Ungarn mit Preußen verband. Die Autorin fängt den aktuellen Zustand des Bahnhofskomplexes ein, wo sich die einstige technische Monumentalität und architektonische Schönheit in ein Bild des Verfalls, der Verwilderung und des allmählichen Untergangs verwandelt haben. Die Serie konzentriert sich auf den Kontrast zwischen der historischen Bedeutung des Ortes und seinem heutigen Erscheinungsbild. Die Überreste der Eisenbahninfrastruktur, das verlassene Bahnhofsgebäude und die zerstörte Umgebung zeugen vom Verlust der ursprünglichen Funktion und der Transformation der Landschaft. Die Sammlung ist als visuelles Zeugnis nicht nur des Niedergangs eines ehemaligen Verkehrsknotenpunkts, sondern auch der gesamten Grenzregion konzipiert.

Einladung zur Fotoausstellung Lenka Zavadilová: Lubawka

Lenka Zavadilová ist eine tschechische Fotografin, Pädagogin und Reisende aus dem Beskiden-Gebirge. Ihre Arbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf Dokumentar-, Street- und Reportagefotografie, oft mit einem Schwerpunkt auf Schwarz-Weiß-Bildern und menschlichen Geschichten. Sie studiert am Institut für Kreative Fotografie der Schlesischen Universität in Opava, wo sie von Jindřich Štreit fachlich betreut wird.

Sie hat an zahlreichen Gruppenausstellungen in der Tschechischen Republik und im Ausland teilgenommen und mehrere Auszeichnungen bei Fotowettbewerben für ihre Arbeiten erhalten. Neben ihrer künstlerischen Arbeit veröffentlicht sie auch Texte über Fotografie und Reisen. Ihre Arbeit zeichnet sich durch einen sensiblen dokumentarischen Ansatz und ein Interesse am Alltag, an Menschen und ihrer Umgebung aus.

KURATORIN: Štěpánka BieleszováDie Ausstellung findet im Rahmen von NASFO statt.

Olomouc Museum of Art
Quelle: muo.cz/vystavy/lenka-zavadilova-lubawka